Landtagswahlen 2026

Freiburg: "Gute" Nachrichten vor den Landtagswahlen – Stellenabbau bei JobRad fällt geringer aus

Wenige Tage vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg kommen Signale der Entspannung aus Freiburg im Breisgau: Der Stellenabbau beim Dienstleister JobRad soll doch nicht so drastisch ausfallen wie angekündigt. Großzügige Abfindungen werden ebenfalls in Aussicht gestellt.
Freiburg: "Gute" Nachrichten vor den Landtagswahlen – Stellenabbau bei JobRad fällt geringer aus© Urheberrechtlich geschützt

Grundsätzlich bleibt es zwar bei den schon im Oktober 2025 angekündigten Stellenstreichungen, doch sollen sie nicht ganz so einschneidend ausfallen wie bislang angenommen. JobRad, der Freiburger Marktführer für Dienstrad-Leasing, hat die Belegschaft am Dienstag über den Umfang der geplanten Einsparungen informiert. Demnach müssen 107 Mitarbeiter das Unternehmen zum Jahresende verlassen. Im Herbst letzten Jahres war noch von 170 Stellen die Rede gewesen, die wegfallen würden.

Angesichts der schwierigen Unternehmenslage dürfte diese Nachricht zumindest in der badischen Öko-Metropole für gewisse Erleichterung sorgen – wenige Tage vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg. Immerhin werden die Kündigungen erst Ende 2026 wirksam, und den Freigestellten werden vom Unternehmen offenbar gute Abfindungen angeboten. Die Deutschen Wirtschaftsnachrichten (DWN) zitieren dazu aus einer Mitteilung von JobRad:

"Das Abfindungsprogramm umfasst überdurchschnittliche Konditionen und berücksichtigt soziale Aspekte umfassend."

Auch die Betriebsratsvorsitzende von JobRad Deutschland Helena Heitzer habe von einer "tragfähige(n) Lösung, die soziale Verantwortung mit der langfristigen Stabilität des Unternehmens verbindet" gesprochen.

Die Entscheidung des Dienstleistungsunternehmens aus der Grünen-Hochburg am Schwarzwald ist vor der schwierigen Lage der gesamten Fahrradbranche zu sehen, wie die DWN betonen. Seit über einem Jahr gebe es Umsatzrückgänge. Bei JobRad solle nun die anstehende "Transformation" die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens auf dem hart umkämpften Markt sichern.

Florian Baur, der Geschäftsführer von JobRad, wird dazu von dem Online-Wirtschaftsportal mit folgender Aussage zitiert:

"Mit klareren Strukturen, digitaler Exzellenz und einem konsequenten Fokus auf Produktqualität schaffen wir die Basis, um auch in einem veränderten Marktumfeld erfolgreich zu wachsen."

Die Stellenstreichungen seien Teil einer strategischen Neuausrichtung, durch die das Unternehmen "schlanker und effizienter" werden solle.

Mit dem Stellenabbau einher gehe eine Neuausrichtung der Unternehmensführung. So soll Frank Hassler zum 1. Februar den Vorstandvorsitz der JobRad Holding SE übernehmen. Hassler gilt als Digitalexperte und kann auf Stationen bei den Softwarekonzernen SAP und Microsoft Germany verweisen; zuletzt war er bei der New York SE als "Chief Commercial Officer" tätig.

Auch der Aufsichtrat habe sich zufrieden mit der nun gefundenen Lösung gezeigt und den "strategischen Blick" des neuen "CEO" gelobt.

Die JobRad-Gruppe beschäftigt gegenwärtig noch mehr als 1.400 Mitarbeiter. Das Unternehmen gilt als Marktführer für Dienstradleasing in Deutschland und Europa. JobRad hat Niederlassungen in Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie Belgien und den Niederlanden. Zu den Kunden zählen mehr als 100.000 Arbeitgeber mit über sieben Millionen Beschäftigten, die auf das Angebot von JobRad zurückgreifen.

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