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Lawrow äußerst Zweifel an Baghdadi-Tötung und warnt vor US-Militarisierung in Europa

Der russische Außenminister Sergei Lawrow hat den angeblich getöteten Anführer des selbst ernannten Islamischen Staats, Abu Bakr al-Baghdadi, in einem Interview mit dem russischen Rossija 24 am Freitag eine "US-Schöpfung" genannt.
Lawrow äußerst Zweifel an Baghdadi-Tötung und warnt vor US-Militarisierung in Europa

"Der IS selbst entstand nach der illegalen US-Invasion im Irak, dem Zusammenbruch des irakischen Staates und der Freilassung von Extremisten aus den Gefängnissen, die dort von den Amerikanern festgehalten und dann befreit wurden. Deshalb haben die Amerikaner bis zu einem gewissen Grad den eliminiert, den sie selbst erschaffen haben, wenn es denn wirklich passiert ist", erklärte Lawrow und fügte hinzu, dass das russische Militär noch immer die Fakten der angeblichen US-Razzia gegen Baghdadi studiert, aber "die meisten Dinge, die von den USA erzählt werden, immer noch nicht bestätigen" können.

Der russische Außenminister äußerte auch große Besorgnis in Hinblick auf die Zerstörung der internationalen Rüstungskontrolle und Abrüstung, da die USA ein Abkommen nach dem anderen platzen lassen:

Die letzten Maßnahmen der Amerikaner scheinen darauf hinzudeuten, dass sie nichts dagegen haben, das gesamte System der internationalen Verträge zu ruinieren, zumindest nicht im Bereich der strategischen Stabilität und Rüstungskontrolle.

Diesbezüglich bedauerte er auch, dass es in Europa kein starkes Dagegenhalten gebe, während die USA im Begriff sind, europäisches "Territorium in ein potenzielles militärisches Konfliktgebiet zu verwandeln".

Es ist an der Zeit, mit Russland eine Sicherheitsarchitektur in Europa aufzubauen, aber nicht gegen Russland. Gleichzeitig wächst die Einsicht, dass Amerika sie in Frankreich und in einer Reihe anderer europäischer Länder zu seinem eigenen Vorteil nutzen will, vor allem im Interesse seines militärisch-industriellen Komplexes, und nicht zur Verteidigung Europas.

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