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"Haben hier eine Party": Video zeigt israelische Soldaten, die gefesselte Palästinenser schlagen

Ein israelisches Gericht hat Aufnahmen von israelischen Soldaten veröffentlicht, die einen gefesselten palästinensischen Vater und seinen jugendlichen Sohn schlagen und sich darüber amüsieren. Die beiden Männer, die einem Terroristen nach einem Terrorangriff geholfen haben sollen, erlitten Rippen- und Nasenbrüche. Ein Militärgericht in Jaffa hat nun beteiligte Soldaten zu Haftstrafen verurteilt.
"Haben hier eine Party": Video zeigt israelische Soldaten, die gefesselte Palästinenser schlagen

Ein Gericht in Jaffa gab das Video am Dienstag auf Antrag israelischer Medien frei. Das Filmmaterial zeigt Soldaten des ultra-orthodoxen 97. "Netzach Jehuda"-Bataillons, die zwei mit Handschellen gefesselte und mit verbundenen Augen festgehaltene palästinensische Gefangene in einem Militärfahrzeug misshandeln.


"Wir feiern eine Party", hört man die lachenden Soldaten sagen, während sie den Häftlingen immer wieder auf die Köpfe schlagen und verlangen, dass sie in die Kamera "grüßen". Einer der gefesselten Männer wurde so schwer verletzt, dass er danach nicht vernehmungsfähig war.

Die Soldaten bekannten sich schuldig. Sie wurden zu zweieinhalb bis sechseinhalb Monaten Gefängnis verurteilt. Mehrere werden in ihrem Rang zurückgestuft. Der Vorfall ereignete sich im Januar. Beiden gefangenen Palästinensern wurde vorgeworfen, einen fliehenden Terroristen versteckt zu haben, der zuvor eine Bushaltestelle vor einem Außenposten in der Nähe von Ramallah im Westjordanland angegriffen und dabei zwei israelische Soldaten des benannten Bataillons getötet hatte.


Der Fall erregte in Israel große Aufmerksamkeit. Die TV-Moderatorin Oshrat Kotler sagte, dass junge IDF-Soldaten nach ihrer Rückkehr aus dem Westjordanland zu "Menschentieren" geworden seien. "Das ist das Ergebnis der Besatzung" der palästinensischen Länder, sagte sie. Die Kommentare der Journalistin ernteten sowohl Zuspruch als auch Kritik.


Einer der Soldaten erklärte, dass ihn die Wut über den Tod seiner Kameraden zu dieser Tat gebracht hätte.

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