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Russland zu Trumps INF-Ausstiegs-Drohung: EU wird zur Geisel atomarer Bedrohung und US-Machtstreben

Konstantin Kosatschow, Leiter des Ausschusses für internationale Beziehungen im Föderationsrat Russlands, hat sich zu der Drohung des US-Präsidenten Donald Trump, aus einem der wohl bedeutendsten Rüstungsverträge auszusteigen - dem INF-Vertrag – geäußert. Nicht nur Europa würde damit zur Geisel der atomaren Aufrüstung und des Weltmachtsstreben der USA, sondern auch Russlands nationale Sicherheit sei massiv bedroht.
Russland zu Trumps INF-Ausstiegs-Drohung: EU wird zur Geisel atomarer Bedrohung und US-Machtstreben

Durch Aussetzen dieses Vertrages, der landgestützte, atomare Kurz- und Mittelstreckenraketen verbietet, werde vor allen Dingen Europa zur Geisel der atomaren Bedrohung, meint Kosatschow. Er befürchte, dass solche Raketen in Polen oder in den baltischen Staaten gegen Russland aufgestellt werden würden.

„All dies wird den gesamten europäischen Raum in eine völlig neue Zone mit höchstmöglichen Risiken bringen. Die europäischen Länder sind Geiseln dieser Situation“, erklärte er gestern in Moskau.

Ihm nach stehe auch hinter dieser Ankündigung das Streben der USA nach Alleinherrschaft.

„Die Vereinigten Staaten streben einen einseitigen militärischen Vorteil an, sie wollen die einzige Macht der Welt sein, die Entscheidungen darüber trifft, was gut und was schlecht ist, wer schuldig ist und wer unschuldig ist, um andere Länder zu verurteilen und zu bestrafen. Dafür brauchen sie leider keine solchen Vereinbarungen.“

Er versicherte, dass Russland auf eine solche Stationierung in Europa reagieren müsse, denn das würde „eine völlig neue militärische Bedrohung für Russland bedeuten, da diese Raketen die Fähigkeit hätten, russische Gebiete weit über den Ural zu erreichen“.

„Das ist definitiv eine erhebliche Bedrohung für die russische nationale Sicherheit. Zweitens wird sie die Fähigkeit Russlands untergraben, zurückzuschlagen, falls ein nuklearer Konflikt ausbrechen sollte. So wird sie die Grundlagen der Stabilität im Bereich der Atomwaffen generell untergraben. Russland wird definitiv reagieren müssen.“

Er ist auch der Meinung, dass Trump momentan politisch besonders gegen Russland schießt, da ihm diese Haltung im laufenden Wahlkampf zusätzlich Punkte einfährt. „Ich hoffe, dass sich etwas ändern wird, sobald diese Wahlkampagne vorbei ist“, so russische Politiker.

Trump kündigte am Freitag an, dass er die USA aus dem INF-Vertrag mit Russland zurückziehen wolle.
Als er gestern von einer Reporterin gefragt wurde, ob er bereit dazu sei, das US-Atomwaffenarsenal auszubauen, antwortete er: „Bis die Menschen zur Besinnung kommen, werden wir es ausbauen. Bis die Menschen zur Besinnung kommen. Russland hat sich nicht an das Abkommen gehalten. Das hätte schon vor Jahren geschehen sollen. Bis die Menschen zur Besinnung kommen, haben wir bei Weitem mehr Geld als alle anderen.“

Er forderte, dass China auch an das Abkommen gebunden werden sollte. „Sie sollten in das Abkommen aufgenommen werden“, so Trump.

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