Kurzclips

Irak: Ein Luftangriff riss ihre halbe Familie in den Tod - So geht es der kleinen Hawraa heute

Ein Luftangriff hat ihr Haus im westlichen Teil Mossuls komplett zerstört und ihren Bruder sowie ihre Mutter in den Tod gerissen. Wie durch ein Wunder überlebte das kleine Mädchen Hawraa den Angriff, allerdings schwer verletzt. Dieser schrecklichste Tag in ihrem jungen Leben liegt nun eineinhalb Monate zurück. Wie geht es ihr heute?
Irak: Ein Luftangriff riss ihre halbe Familie in den Tod - So geht es der kleinen Hawraa heute

Mittlerweile wohnt Hawraa zusammen mit ihrem Vater, Alaa, im Osten der Stadt. Sie hat in Erbil eine Reihe von Operationen hinter sich und kann wieder sehen. Aber ihr Körper ist nach wie vor mit Schrapnell-Splittern übersät. Die seelischen Wunden sitzen tief. Ihr Vater berichtet, dass sie sich an alles erinnern kann, was an dem Tag passierte, an dem ihre Familienmitglieder starben. Bis tief in die Nacht liegt sie wach, so der Vater, weil sie an ihre Mutter denkt und sie vermisst. So unvorstellbar schwer ihr Schicksal auch ist: Beide sind in der Lage, wieder zu lächeln und nach vorne zu schauen.

Die US-geführte Koalition führte Mitte März in der irakischen Stadt Mossul massive Luftangriffe durch. Medienberichte sprechen von bis 230 Zivilisten, die infolgedessen starben, darunter Dutzende Frauen und Kinder. Alaa fand seine schwerverletzte Tochter unter den Trümmern des Hauses der Familie begraben. Drei Tage lang blieb sie ohne ärztliche Versorgung, da es den Menschen wegen der schweren Luftangriffe und vieler IS-Scharfschützen nicht möglich war, das Gebiet zu verlassen.

Für deutsche Untertitel bitte die Untertitelfunktion auf Youtube aktivieren.

Rückblick: Hawraa kurz nach dem Luftangriff auf ihr Haus

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team