Kurzclips

Erdogan 2014: „Presse nirgends freier als in der Türkei" - Jetzt droht Journalisten lebenslange Haft

Nirgends sei „die Presse freier als in der Türkei", sagte der türkische Staatspräsident vor einem Jahr am 26.12.14 während einer Rede im Tv, dabei befinden sich in der Türkei mehr regierungskritische Journalisten in Haft als in China und dem Iran zusammen. Das sind im Vergleich rund 1,5 Milliarden Einwohner in China und dem Iran zusammen gegen 80 Millionen in der Türkei. Bei für die Regierung unbequeme Themen wird auch gern von Youtube- und Twitter-Sperren Gebrauch gemacht.
Erdogan 2014: „Presse nirgends freier als in der Türkei" - Jetzt droht Journalisten lebenslange Haft

Journalisten, die eines dieser „unbequemen Themen“, einen Skandal aufdeckten, beziehungsweise den Waffenschmuggel des türkischen Geheimdienstes nach Syrien, um dort „Regierungsfeinde“ zu bewaffnen, drohen nun lebenslängliche Haftstrafen. Erdogan höchstpersönlich hatte den Verantwortlichen angekündigt, dass sie einen hohen Preis für die Aufdeckung bezahlen werden. Anfangs stritt Erdogan ab, dass es sich um Waffenlieferungen handelte. „Diese Lastwagen transportierten humanitäre Hilfsgüter" , so Erdogan. Letzten Dienstag klang er dann schon anders: „Und was wäre, wenn die MİT-Trucks tatsächlich mit Waffen gefüllt gewesen wären?“

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.