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"Ich lebe etwas anderes" – Weidel zur traditionellen Familie in AfD-Programm

Am Rande des AfD-Bundesparteitags in Erfurt lieferten sich die AfD-Bundesvorsitzende Alice Weidel und der Reporter Martin Schmidt in einem RTL/N-TV-Interview einen Schlagabtausch. Im Fokus standen umstrittene Äußerungen von Björn Höcke über die deutsche Fußballnationalmannschaft sowie der Umgang der Partei mit Weidels eigenem homosexuellen Lebensmodell.

Dabei verteidigte Weidel Höckes Eignung als Ministerpräsident und wies die Kritik an dessen Äußerungen zur Nationalmannschaft zurück. Es gehe Höcke um offene Grenzen, nicht um Hautfarben, so Weidel. Den Migrationshintergrund ihrer in Sri Lanka geborenen Partnerin wies sie zurück, da diese ein in der Schweiz geborenes beziehungsweise adoptiertes Kind sei und somit Schweizerin.

Als der Reporter sie mit dem AfD-Programmentwurf aus Sachsen-Anhalt konfrontierte, der die traditionelle Familie als einzig optimales Modell beschreibt, zeigte sich Weidel unbeeindruckt, distanzierte sich aber inhaltlich davon. Sie betonte, selbst liberaler zu leben und ihren Kindern die besten Voraussetzungen zu bieten. Zwar akzeptiere sie die Formulierungen der Konservativen in ihrer Partei mit den Worten: "Die können reinschreiben, was sie wollen – ich lebe etwas anderes", gleichwohl betonte Weidel die politische Kernlinie und stellte klar, dass es als Politiker darum gehe, Familien zu fördern.

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