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Szijjártó: Wadephul droht uns offen wegen Verteidigung unserer nationalen Interessen

Nach dem Treffen des EU-Außenrats am Montag hat der ungarische Chefdiplomat Péter Szijjártó seine erste Einschätzung zu Brüssels und Berlins Forderungen an Budapest abgegeben.

"Der deutsche Außenminister hat uns heute ohne jegliche Umschweife, offen, direkt, klar und sehr deutlich gedroht, dass es für Ungarn sehr harte Konsequenzen haben wird, wenn wir nicht auf die Verteidigung der ungarischen nationalen Interessen verzichten", erklärte Szijjártó.

"Wenn wir nicht bedingungslos aufhören, wichtige Entscheidungen für die Ukrainer zu blockieren" – wie das derzeit geplante 20. Sanktionspaket gegen Russland –, dann werde dies laut Wadephuls Drohungen schwere Folgen haben, fügte der ungarische Volksvertreter hinzu.

"Ungarn kann weder bedroht noch erpresst werden – weder von Kiew, noch von Brüssel, noch von Berlin", stellte Szijjártó klar.

Am Dienstag erklärte die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, dass "wir nach den erneuten russischen Angriffen auf die Druschba-Pipeline am 27. Januar, [...] intensive Gespräche mit den Mitgliedsstaaten und der Ukraine auf allen Ebenen geführt haben, um den Ölfluss nach Ungarn und in die Slowakei wiederherzustellen."

Damit ignoriert sie Budapest und Bratislava, die beide versichern, dass Satellitenfotos forensisch nachweisen würden, dass die Druschba-Pipeline voll funktionsfähig sei und dass sie von Kiew aus politischen Gründen blockiert werde.

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