Tag 4 des Stromausfalls in Berlin – Dobrindt: "Linksextremismus ist in Deutschland zurück"
Die Behörden rechnen damit, die Versorgung bis Donnerstag vollständig wiederherzustellen. Ursprünglich waren am Samstagmorgen rund 45.000 Haushalte betroffen.
Die Polizei geht von einem gezielten Brandanschlag auf die Energieinfrastruktur aus. Die linksextremistische "Vulkangruppe" bekannte sich zu der Tat. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sprach von einem dezidiert "geplanten Anschlag", der mit großer Sachkenntnis ausgeführt worden sei. Gleichzeitig sorgten Äußerungen des CDU-Außenpolitikers Roderich Kiesewetter, der einen möglichen Russland-Bezug ins Spiel brachte, für Kritik.
Der Stromausfall löste eine breite politische Debatte aus. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) kündigte an, dass Hotelkosten für Betroffene erstattet werden. Der Berliner Rechnungshof hatte bereits Wochen zuvor vor gravierenden Mängeln im Katastrophenschutz gewarnt. Oppositionspolitiker, darunter Alice Weidel, werfen der Bundesregierung und dem Berliner Senat Versäumnisse beim Schutz kritischer Infrastruktur und eine mangelhafte Krisenkommunikation vor.
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