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Bürgermeister von New York will "Kälte des Individualismus durch Wärme des Kollektivismus ersetzen"

In New York City ist am 1. Januar 2026 kurz nach Mitternacht Zohran Kwame Mamdani als erster muslimischer Bürgermeister der Stadt vereidigt worden. Die Vereidigung fand unter der Leitung von Generalstaatsanwältin Letitia James in der historischen, ehemaligen U-Bahn-Station City Hall statt. Mamdani schwor den Amtseid auf den Koran.

Später am Neujahrstag hielt Mamdani seine Antrittsrede vor dem Rathaus der Stadt, in der er einen entschlossenen politischen Neuanfang ankündigte. Seine Regierung wolle "weitreichend und kühn regieren" und sich nicht davor scheuen, Macht aktiv zum Wohl der Menschen einzusetzen. "Wir werden vielleicht nicht immer erfolgreich sein", so Mamdani, "aber niemals wird man uns vorwerfen können, nicht den Mut gehabt zu haben, es zu versuchen."

Deutlich wendete sich der Bürgermeister gegen die Abkehr vom Staat zugunsten privater Akteure. Zu lange habe man "Größe vom privaten Sektor erwartet und Mittelmäßigkeit vom öffentlichen Dienst akzeptiert". Die Stadt habe zu lange "den Reichen und Einflussreichen" gehört.

New York dürfe aber weder von einer kleinen Elite regiert werden noch in Arm und Reich gespalten sein. "New York gehört allen, die hier leben", betont er. Dafür will er den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken: "Wir werden die Kälte des rücksichtslosen Individualismus durch die Wärme des Kollektivismus ersetzen."

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