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Telegram-Blogger in Minsk festgenommen - Ryanair wirft Weißrussland "Luftverkehrspiraterie" vor

Der weißrussische Blogger Protassewitsch wurde in Minsk festgenommen, nachdem sein Flugzeug auf dem Flug von Athen nach Vilnius wegen einer Bombendrohung in Weißrussland zwischenlandete.

Weißrussische Beamte haben bestätigt, dass ein Ryanair-Flugzeug notgelandet ist. Angeblich sei eine Bombendrohung eingegangen, dies erwies sich als falsch. Der Flug wurde auf der Strecke Athen-Vilnius im belarussischen Luftraum vom Kurs abgelenkt und landete in Minsk, woraufhin einer der Passagiere, ein prominenter belarussischer Regierungskritiker, Berichten zufolge festgenommen wurde. Das Flugzeug durfte schließlich nach Vilnius, Litauen, weiterfliegen.

Die Premierministerin Litauens, Ingrida Šimonytė, äußerte sich zu dem Vorfall. Sie bezeichnete die Aktion als "einen beispiellosen Angriff gegen die internationale Gemeinschaft und einen "Akt des Staatsterrorismus, der sich gegen die Sicherheit der Bürger der Europäischen Union und anderer Länder richtet". Sie fügte hinzu, dass "der Luftraum von Weißrussland für alle unsicher ist". Šimonytė forderte weiter, dass die Situation zu "einer klaren und kompromisslosen Antwort der internationalen Gemeinschaft führt".

Im Vorfeld der Kommentare berichtete das weißrussische Verteidigungsministerium, dass sich die Ryanair-Piloten aufgrund einer "Bombendrohung" zur Landung in Minsk entschieden. Die Fluggesellschaft sagte, dass die Besatzung "von Weißrussland (Air Traffic Control) über eine mögliche Sicherheitsbedrohung an Bord informiert und angewiesen wurde, zum nächstgelegenen Flughafen Minsk umzuleiten". Ein Minsker Gericht eröffnete ein Strafverfahren wegen Falschmeldung, während Litauen ein Strafverfahren wegen der Entführung des Flugzeugs eröffnete.

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