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Ein Jahr Pandemie: Mitarbeiter von Hilfstelefonen ziehen erschreckende Bilanz

Am Mittwoch sprach Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer digitalen Dialogreihe mit Beschäftigten, die die Anrufe von Hilfesuchenden entgegennehmen und ihnen durch Gespräche zur Seite stehen. Mitarbeiter von Beratungsstellen und Krisenhotlines aus ganz Deutschland nahmen an der Videokonferenz teil und zogen eine erschreckende Bilanz.

Gabriela Piper, Leiterin der Telefonseelsorge Oberschwaben-Allgäu-Bodensee in Ravensburg, sprach von einer Zunahme der Suizidalität, auch unter den Jugendlichen, um 17 Prozent. Die Zahl der Menschen, die unter Einsamkeit und Isolation leiden, soll um 27 Prozent gestiegen sein. Der Leiter des Berliner Krisendienstes, Benjamin Ochel, betonte, dass zu Beginn der Pandemie überwiegend Menschen mit psychischen Vorerkrankungen unter den Corona-Einschränkungen gelitten hätten, mittlerweile verzeichne man vermehrt Menschen mit neuen psychischen Symptomen und Ersterkrankungen. Das sei ein Zeichen für die Dauerbelastung während dieses einen Jahres der Pandemie. Die Kanzlerin sieht jedoch ein "Licht am Ende des Tunnels" und glaubt, dass nach "noch drei oder vier schweren Monaten" die Impfkampagne so weit fortgeschritten sein werde, dass es dann wieder besser wird.

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