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"Marsch der Patrioten" in Kiew: Drohungen, die russische Botschaft zu stürmen

Am Samstag fand in Kiew der "Marsch der Patrioten" anlässlich des ukrainischen "Tages des freiwilligen Kämpfers" statt. Die Teilnehmer des Marsches, darunter Veteranen des Donbass-Konflikts, versammelten sich auf dem Mykhailivska-Platz in Kiew, wo mehrere Reden und musikalische Darbietungen stattfanden. Später umzingelten Teilnehmer der Veranstaltung das russische Botschaftsgebäude und schossen mit einer Leuchtpistole darauf.
"Marsch der Patrioten" in Kiew: Drohungen, die russische Botschaft zu stürmen

Vom Mykhailivska-Platz ging es dann in Richtung Europaplatz zum Büro des Präsidenten der Ukraine, wo weitere Reden gehalten und eine Liste mit Forderungen verlesen wurden. Zu den Forderungen gehörten "Stoppt die Politik der Kapitulation", "Stoppt die politische Verfolgung von Freiwilligen, Militärs und Freiwilligen" sowie andere.

Am Abend versammelten sich vor der diplomatischen Vertretung der Russischen Föderation in Kiew Teilnehmer des Marsches, darunter viele rechtsextreme Radikale. Sie skandierten antirussische Parolen und beschossen das Gebäude der Botschaft mit Fackeln und Rauchbomben. Irgendwann feuerte auch jemand eine Leuchtpistole ab, die unter dem lautem Jubel der Menge das Dach des Gebäudes traf.

Russische Diplomaten sagten, sie würden die Räumlichkeiten der Botschaft trotzdem überprüfen, um sicherzustellen, dass der Angriff keinen Schaden angerichtet hat. Der Angriff wurde von der russischen OSZE-Mission verurteilt, die auch sagte, dass die Radikalen mit einer Stürmung der Botschaft gedroht hätten.

Es wird berichtet, dass die Botschaft die Sicherheitsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Marsch verstärkt hat, während Vertreter der Strafverfolgungsbehörden der Ukraine am Eingang des Gebäudes Dienst taten.

Die Veranstaltung wurde von der öffentlichen Bewegung "Vereinigung der Freiwilligen" organisiert und von verschiedenen nationalistischen Gruppen und anderen Protestierenden besucht. Der ukrainische "Tag des freiwilligen Kämpfers" wird seit 2017 jährlich veranstaltet. Zu den Teilnehmern gehören vor allem Mitglieder des berüchtigten Asow-Regiments, die sich zumeist aus rechtsextremen Freiwilligen zusammensetzen, von denen viele offen ihre weißen nationalistischen und neonazistischen Überzeugungen zum Ausdruck brachten. Die Demonstranten schwenkten Fahnen mit dem Logo des Regiments und der "Wolfsangel" – einer Rune, die von der deutschen 2. SS-Panzerdivision "Das Reich" im Zweiten Weltkrieg verwendet wurde –, die die Einheit als ihr Symbol übernahm.

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