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Istanbul: Hunderte Türken protestieren vor russischem Konsulat gegen "Russlands Imperialismus"

Hunderte von Türken sind am Samstag zum russischen Konsulat in Istanbul marschiert, um gegen "Russlands Imperialismus" in Syrien zu demonstrieren. Die Proteste kamen, nachdem mindestens 34 türkische Soldaten bei einem syrischen Luftangriff getötet wurden, die sich innerhalb von terroristischen Kampfgruppen aufgehalten haben sollen. Währenddessen betont Russland, dass sich seine Truppen legal in Syrien befinden, während sich Streitkräfte anderer Länder völkerrechtswidrig im Land aufhalten.
Istanbul: Hunderte Türken protestieren vor russischem Konsulat gegen "Russlands Imperialismus"

Der Sprecher des russischen Präsidenten Dmitri Peskow betonte: 

Russland ist das einzige Land, das auf gesetzlicher Grundlage und auf Ersuchen der rechtmäßigen syrischen Regierung Truppen in Syrien stationiert hat. [...] Alle anderen Streitkräfte anderer Länder, die in Syrien stationiert sind, verstoßen gegen die Normen und Grundsätze des Völkerrechts. […] Leider ist die Türkei ihren Verpflichtungen nicht nachgekommen, und die Terroristen gingen in die Offensive gegen die syrischen Streitkräfte. Daher wird der Kampf gegen diese terroristischen Elemente ungeachtet aller Statements fortgesetzt.

Der türkische Präsident hatte nach den jüngsten Todesopfern unter türkischen Truppen Russland aufgefordert, "aus dem Weg zu gehen", damit die Türkei die Syrische Armee angreifen kann. Erdogan rechtfertigte seine Truppen in Syrien damit, dass diese auf "Wunsch der syrischen Volkes" dorthin kamen. Die Türkei hatte sich im Rahmen der Friedensverhandlungen für Syrien dazu verpflichtet, gemäßigte Regierungsgegner von Terroristen in Idlib zu trennen, also Oppositionelle, die zum Dialog bereit sind von jenen zu trennen, die ihre Waffen nicht niederlegen wollen und gegen die legitimen syrischen Truppen kämpfen. Stattdessen kämpft die Türkei mit gegen die syrischen Truppen und hat Syrien nach den jüngsten tödlichen Zusammenstößen den Krieg und rief die "Operation Frühlingsschild" ins Leben. 

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hatte am Freitag noch einmal betont, dass die syrische Regierung jedes recht habe, diese Angriffe zurückzuschlagen.

Wir können es ihnen nicht verbieten," betonte er.

Russland und die Türkei halten auf militärischer Ebene "Echtzeit-Kontakt", um Verluste unter ihren eigenen Soldaten zu vermeiden. Wie Lawrow erklärte, habe die Türkei es verpasst, die Anwesenheit und Koordinaten jener türkischen Soldaten, die sich in Terroristengruppen aufhielten, weiterzugeben. Die Türkei bestreitet, dass sich ihre Truppen zwischen Terroristen aufgehalten haben. 

Die türkischen Demonstranten in Istanbul stehen offenbar hinter dem türkischen Militäreinsatz. Auf ihren Transparenten waren folgende Aufschriften zu lesen: "Gegen die böse Allianz zwischen Russland, Iran und Assad", "Auf der Seite der Opfer, gegen den Unterdrücker" und  "Imperialistisches Russland, raus aus Syrien". Im Chor sang die Menge: "Putin ist ein Mörder." 

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