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Trump: Unsere Truppen in Syrien kontrollieren das Öl – Hätte auch im Irak so gemacht werden müssen

Trump nutzte seine Wahlkampfveranstaltung auch dazu, um mit seinen Kritikern, vor allem den Fake News, ins Gericht zu gehen. Jene, die meinen, dass er trotz seines Abzugsversprechens Truppen in Syrien gelassen und gelogen habe, warf er vor, nicht die Wahrheit zu sagen. Er habe die Truppen nämlich sehr wohl aus den Kampfgebieten abgezogen. Allerdings benötigte er sie dort weiterhin, um die Kontrolle über das Öl zu behalten, und das hätte auch auch im Irak so geschehen müssen.
Trump: Unsere Truppen in Syrien kontrollieren das Öl – Hätte auch im Irak so gemacht werden müssen

Bei der Veranstaltung am Dienstag in Milwaukee in Wisconsin vor Tausenden Anhängern verteidigte er seinen Schritt. Er hätte kein Interesse daran gehabt, die türkische Grenze zu schützen. Zwar hatten die USA eine gewisse Zeit dort Tausende Soldaten und die Grenze bewacht, aber die Menschen dort würden sich schon seit Jahrhunderten bekämpfen. 

Lasst sie kämpfen, aber wir verschwinden von dort. Ich habe der Türkei gesagt, dass sie ihre Grenze selbst verteidigen muss. Wir werden ihre Grenze nicht verteidigen. [...]  Ich sagte, ich hole unsere Soldaten da raus, und das habe ich getan. 

Allerdings habe er kein Interesse daran, die Kontrolle über das syrische Öl zu verlieren.

Was ich getan habe, ist, dass ich unsere Soldaten abgezogen und sie in das Ölgebiet gebracht habe. Und jetzt kontrollieren wir das Öl. [...] Ich habe das Öl behalten, was wir ehrlich gesagt auch im Irak hätten tun sollen, okay?

In Syrien sieht man allerdings unter keinen Umständen gerne, dass die US-Amerikaner nicht nur gegen den Willen der syrischen Regierung im Land sind, sondern sich auch noch das ölreichste Gebiet Syriens unter den Nagel reißen. Der syrische Präsident Baschar al-Assad zeigte sich zwar wenig überrascht, verurteilte das US-Vorgehen jedoch aufs Schärfste. 

Die USA würden seit Ende des Zweiten Weltkriegs einen Raubzug nach dem anderen veranstalten. Alle US-Präsidenten hätten sich zwar seitdem nach außen hin als Verfechter der Menschenrechte dargestellt, seien aber in Wahrheit Kriminelle, die ausschließlich die Interessen der Waffen- und Öllobbys vertreten.

Deshalb sei Trump eigentlich der beste US-amerikanische Präsident, denn er mache keinen Hehl daraus, um was es den USA wirklich bei ihren Kriegseinsätzen geht.

Natürlich fordere Syrien den Abzug aller illegalen US-Truppen aus dem Land, genauso ein Ende des Öl-Diebstahls. Wie nun Trumps jüngste Aussagen jedoch zeigen, denkt man in den USA nicht einmal daran.