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Berlin: "Einstellung aller Inlands- und Kurzstreckenflüge" – Klimaaktivisten besetzen Tegel

Dutzende von Klimaaktivisten, viele davon in Pinguinkostümen, inszenierten gestern ein Sit-in am Berliner Flughafen Tegel, um auf die Auswirkungen des Flugverkehrs auf den Klimawandel aufmerksam zu machen. Die Umweltaktivisten, die zur Gruppe "Am Boden Bleiben" gehörten, forderten unter anderem die Einstellung aller Inlands- und Kurzstreckenflüge.
Berlin: "Einstellung aller Inlands- und Kurzstreckenflüge" – Klimaaktivisten besetzen Tegel

Eine Demonstrantin erklärte die Pinguin-Kostüme damit, dass Pinguine "die coolsten Vögel sind, die am Boden bleiben". Sie fuhr fort, dass die Demonstranten "die Normalität des Flughafens, der Luftfahrtindustrie stören wollen", und fügte hinzu, dass "Fliegen der schnellste Weg ist, den Planeten zu braten". Die Meinungen zu diesem Thema schienen unter den Reisenden geteilt zu sein: Einer unterstützte die Aktivisten und sagte, dass "es inakzeptabel ist, zum Spaß zu fliegen", während ein anderer argumentierte, dass es offenbar ein Modetrend sei und die Leute da mitmachen, wohl Langeweile hätten.

Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. Während rund 80 Menschen außerhalb des Gebäudes demonstrierten, beteiligten sich etwa 50 Personen am Sit-in im Hauptgebäude des Flughafens. Polizisten hielten sie in Schacht und gewährleisteten so, dass Flugbetrieb und -gäste nicht gestört werden. Allerdings waren im Zusammenhang mit den erwarteten Protestaktionen auf dem Flughafengelände polizeiliche Kontrollen durchgeführt worden, die zu längeren Wartezeiten führten. Der Flugverkehr wurde durch den Protest jedoch nicht behindert, wie Flughafensprecher Hannes Hönemann erklärte.