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Berittene Polizei gegen Unterstützer von Tommy Robinson bei Londoner Protest eingesetzt

Die Demonstranten forderten die Freilassung des ehemaligen Anführers der English Defence League (EDL) Tommy Robinson und stellten sich am Samstag in London der Polizei. Dabei kam die berittene Polizei zum Einsatz, um die Menge zurückzudrängen, als diese versuchte, die Polizeilinien zu durchbrechen und über Barrikaden zu klettern.
Berittene Polizei gegen Unterstützer von Tommy Robinson bei Londoner Protest eingesetzt

Die Demonstranten skandierten "Wir wollen, dass Tommy rauskommt" und "Pädo-Abschaum runter von unseren Straßen". Letzteres bezog sich auf die Bande von Sexualstraftätern, deren Prozess Robinson im Mai 2018 live aus dem Gerichtsaal übertragen hatte, was zu seiner Inhaftierung wegen Missachtung des Gerichts führte. Das Gericht am Old Bailey entschied, dass sein Facebook-Live-Video gegen die gerichtlichen Einschränkungen der Berichterstattung verstoßen hatte und den Prozess gefährdete.

Der ehemalige EDL-Chef war noch am Tag der Facebook-Übertragung zu ursprünglich 13 Monate Haft verurteilt worden, nachdem er in Berufung ging, kam er jedoch nach zwei Monaten wieder frei. Der Fall wurde dann an Generalstaatsanwalt Geoffrey Cox weitergeleitet, der sich dafür entschied, ein neues Verfahren gegen ihn einzuleiten, was zu Robinsons Verurteilung zu weiteren neun Monate führte.

Tommy Robinson, der in Wahrheit Stephen Yaxley-Lennon heißt, hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, gegen Geflüchtete und Migranten in Großbritannien zu agitieren – vor allem gegen muslimische. Laut Medienberichten soll er den amerikanischen Präsidenten Donald Trump um Asyl gebeten haben.

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