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Nürnberg: Ehemaliges Reichsparteitagsgelände der Nazis zur Sanierung freigegeben

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder begleitete am Samstag Journalisten und politische Entscheidungsträger zu einer Begehung des Zeppelinfeldes, das ehemalige Aufmarschgelände der Nazis in Nürnberg, bevor das Gelände und die Gebäude saniert werden.
Nürnberg: Ehemaliges Reichsparteitagsgelände der Nazis zur Sanierung freigegeben

Vor Journalisten sagte Söder, dass das Feld, das als Aufmarschgelände für Kundgebungen der Nationalsozialisten genutzt wurde, "nicht nur ein Kapitel der Geschichte, sondern eine Aufgabe und Mahnung für die Zukunft" darstellt. Er fügte hinzu, dass man unter keinen Umständen zulassen darf, dass dieses Kapitel abgehakt würde.

"Nürnberg hat die Herausforderung und die Möglichkeit, als eine der wenigen Städte überhaupt ein größeres Ensemble zu haben, das sich mit der NS-Geschichte beschäftigt und mit dem Baudenkmal zu zeigen, was hinter dieser Ideologie steckt", fügte er hinzu.

Von den 85 Millionen Euro, die für die Sanierungsarbeiten vorgesehen sind, wird nach Angaben des bayerischen Ministers der Freistaat Bayern fast 22 Millionen Euro beitragen.

Das Zeppelinfeld war eines der ersten Werke von Hitlers Architekt Albert Speer. Es wurde als Teil des Aufmarschgeländes gebaut, das sich über elf Quadratkilometer erstreckt. Seit dem Jahr 1973 steht die Anlage unter Denkmalschutz als Beispiel für historisch bedeutsame nationalsozialistische Architektur.

Die Sanierung wird voraussichtlich acht Jahre dauern.

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