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Fliegende Schweine bei Kiewer Anti-Korruptions-Demo

Tausende von Menschen sind am Samstag in Kiew auf die Straße gegangen, um von den Behörden zu verlangen, dass alle am angeblichen Korruptionsfall im Verteidigungsunternehmen "Ukroboronprom" beteiligten Personen unverzüglich verhaftet werden. Unter dem Motto "Poroschenkos Svinarchuks (Schweine) - hinter Gitter" wurde die Kundgebung vom rechtsextremen Nationalen Korps organisiert.
Fliegende Schweine bei Kiewer Anti-Korruptions-Demo

Um ihre Unzufriedenheit mit der bisherigen Straffreiheit der am "Ukroboronprom"-Skandal Beteiligten zu demonstrieren, warfen die Demonstranten ausgestopfte Schweinepuppen gegen das Gebäude der Präsidialverwaltung.

Laut einem Bericht des Rechercheverbunds "Unser Geld" soll der Vize-Chef des Nationalen Sicherheitsrats, Oleg Gladkowski, zusammen mit seinem Sohn militärisches Gerät an staatliche Waffenfirmen zu überhöhten Preisen weiterverkauft haben.

Präsident Petro Poroschenko selbst war dem Medienbericht zufolge nicht an den illegalen Geschäften beteiligt. Allerdings habe er vor den Aktivitäten seines Vertrauten die Augen verschlossen, berichtete die investigative Internet-Plattform Bihus.

Nach Angaben des Nationalen Korps nahmen mehr als 10.000 Menschen am Protest auf dem Unabhängigkeitsplatz teil. Die Demonstration verlief friedlich und es gab keine Berichte über Zwischenfälle. Rund 3.000 Polizisten begleiteten die Proteste.

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