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Erstmals in Aktion gefilmt: Russische Lichtwaffe, die angeblich "Halluzinationen verursacht"

Nach den verängstigenden Schlagzeilen in britischen Boulevardzeitungen über den "halluzinatorischen Effekt" der russischen Verteidigungsanlage Filin 5P-42 wurde nun erstmals ein solcher optischer Angriff mit der Kamera vom russischen Verteidigungskanal in Aktion aufgenommen. Die Licht-Verteidigungswaffe ist bereits auf einigen Marineschiffen installiert.
Erstmals in Aktion gefilmt: Russische Lichtwaffe, die angeblich "Halluzinationen verursacht"© Screenshot Youtube / Swesda

Das erste öffentliche Filmmaterial von Filin 5P-42 in Aktion wurde auf dem offiziellen TV-Sender des russischen Verteidigungsministeriums, Swesda, ausgestrahlt [Ab Minute 5:00 im Video]. Es zeigt Filin-Tests in Sankt Petersburg. Die undatierte Aufnahme fand bei Dämmerung im Finnischen Meerbusen statt.

Filin – was übersetzt "Uhu" heißt – ist eine leistungsstarke Leuchtkanone, die es dem Feind unmöglich macht, auf eine von ihr geschützte Hardware zu zielen oder sogar in deren Richtung zu schauen, sei es ein Marineschiff oder ein Landfahrzeug.

Das Filin-System ist in der Lage, Zielfernrohre, Laser-Ortungsgeräte und die Zielsysteme von Lenkflugkörpern zu neutralisieren und feindliche Personen in einer Entfernung von bis zu fünf Kilometern zu blenden. Es funktioniert nachts und in der Dämmerung. Der russische Hersteller Roselektronika arbeitet derzeit an einem Gerät, das auch tagsüber ebenso effektiv ist.

Filin ist bereits auf zwei brandneuen Fregatten der russischen Marine installiert. Eine von ihnen, die Admiral Gorschkow, fuhr am Samstag durch den Ärmelkanal. Auf Grund des schlechten Wetters war sie gezwungen, Anfang dieser Woche einen Zwischenstopp an der schottischen Küste einzulegen. Während dieser Zeit wurde sie von Schiffen der Royal Navy beschattet und zum Mittelpunkt von Panikmache in den britischen Medien.

Viele von denen, die das Gerät in Aktion gesehen haben, sagten in der Tat, dass sie "einen Lichtfleck gesehen haben, der ständig vor ihren Augen driftete und fast halluzinierende Effekte hervorrief". "Die meisten sprachen über Schwindel, Übelkeit und Orientierungslosigkeit", sagte Wladimir Scharow, Abteilungsleiter bei Roselektronika, gegenüber Swesda.

Aber während britische Berichte, die das gleiche Zitat verwendeten, die Leser über Halluzinationen und Erbrechen verursachende russische Schiffe vor britischen Ufern erschreckten, vergaßen sie zu erwähnen, dass Filin zu Verteidigungszwecken entwickelt wurde und, selbst wenn es so hell aussieht wie die Sonne, keine irreversiblen Schäden an der Sehkraft verursacht.

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