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Frankreich: Gelbwesten bezeichnen Macrons "Nationale Debatte" als Lüge

Mitglieder der Gelbwesten weisen die "Große Nationale Debatte" des französischen Präsidenten Emmanuel Macron als "Lüge" zurück. Mit den Protesten am Samstag in Paris gehen diese nunmehr in die 11. Woche.
Frankreich: Gelbwesten bezeichnen Macrons "Nationale Debatte" als Lüge

Am 15. Januar eröffnete Macron die sogenannte "Große Nationale Debatte" mit einer Tour durch Frankreich, um sich demnach des Zorns der Bürger anzunehmen. Zu den Themen die den Menschen unter den Nägeln brennen, gehören Steuernfragen, Staatsorganisation, Umweltschutz und Fragen der Bürgerschaft über die Ausgestaltung der Demokratie.

Es wird erwartet, dass die Franzosen ihre Meinung zu den Themen in den örtlichen Rathäusern oder im Internet äußern, wobei die Debatte voraussichtlich bis zum 15. März dauern wird.

Währenddessen kam es am Samstag erneut zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten aus den Reihen der Gelbwesten und der Polizei. Dabei standen vor allem die Metropolen Paris, Lyon und Nantes im Fokus der Öffentlichkeit.

Aufnahmen vom Samstag zeigen, wie die Polizei Wasserwerfer und Tränengas einsetzt.

Eine Reihe von Demonstranten sowie Mitglieder der Presse, darunter ein Kameramann der Nachrichtenagentur Ruptly, wurden bei den Zusammenstößen verletzt.

Die Bewegung der Gelbwesten versucht, ihren Schwung aufrechtzuerhalten, nachdem der französische Präsident Emmanuel Macron die Erhöhung der Kraftstoffsteuer zurücknahm. Diese war der vordergründige Auslöser der Proteste, die im November 2018 ihren Anfang nahmen.

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