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Frankreich: Journalisten-Team von TV-Sender LCI vor laufender Kamera von Gelbwesten angegriffen

In der französischen Stadt Rouen ist am Samstag ein Journalisten-Team des französischen Senders LCI inmitten der Gelbwesten-Demonstration angegriffen worden. Eine Gruppe Protestler ließ ihrer Wut offenbar freien Lauf, als sie die französische Fernsehcrew und ihre Leibwächter unter den Demonstranten entdeckte und trat und schlug auf sie ein. Das entsprechende Video wurde von der lokalen Nachrichten-Website Paris-Normandie veröffentlicht.
Frankreich: Journalisten-Team von TV-Sender LCI vor laufender Kamera von Gelbwesten angegriffen

Der Sender erklärte, dass einem der Leibwächter die Nase gebrochen wurde und er ins Krankenhaus gebracht werden musste. In der Zwischenzeit wurde in Paris eine weitere LCI-Crew von Demonstranten angegriffen. Die Angreifer versuchten, die Kameras der Crew zu stehlen.

Am Samstag zogen die Anti-Regierungs-Demonstranten zum neunten Mal in Folge in gelben Westen auf die Straßen. Nach Angaben des Innenministeriums nahmen mehr als 84.000 Menschen an den jüngsten Protesten in Paris, Marseille, Bordeaux, Lyon, Straßburg und anderen Städten teil.

Bei den Protesten schwingt auch eine Anti-Mainstream-Stimmung mit. Immer wieder werfen Anhänger der Proteste den lokalen Medien vor, dass sie eine voreingenommene oder ungenaue Berichterstattung über ihre Märsche produzieren – sie kleinreden und schlechtmachen.

Kurz vor Silvester hatten Demonstranten in gelben Westen vor dem Sitz des französischen BFMTV-Senders protestiert und dem Sender vorgeworfen, "Fake News" zu verbreiten.


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