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Spontane "Militärparade" in Berlin zum 100-jährigen Jubiläum der Oktoberrevolution

Am Dienstag, dem 100. Jahrestag der so genannten Großen Sozialistischen Oktoberrevolution in Russland von 1917, gedachten mehrere Dutzend orthodoxer Kommunisten im Zentrum Berlins des Ereignisses mit einer kleinen, privat organisierten Militärparade. Dabei führten sie Fahrzeuge aus der Sowjetzeit über den Potsdamer Platz. Kommunistische Flaggen und Bilder historischer kommunistischer Führer wie Stalin, aber auch des der UdSSR später feindlich gesinnten Mao Tse-Tung, zierten die Paradewagen.
Spontane "Militärparade" in Berlin zum 100-jährigen Jubiläum der Oktoberrevolution

Die Oktoberrevolution der Bolschewiki begann im russischen Petrograd (heute St. Petersburg) am 25. Oktober 1917 - dem 7. November nach dem Gregorianischen Kalender. Auch in Moskau gab es anlässlich des 100-jährigen Jubiläums eine große Militärparade, an der tausende Soldaten teilnahmen, zum Teil in historischen Uniformen. Dort stellte die Veranstaltungsregie jedoch die Erinnerung an den Sieg der Roten Armee im Großen Vaterländischen Krieg gegen das nationalsozialistische Deutschland gegenüber dem eigentlichen Revolutionsgedenken in den Vordergrund. Die Würdigung der Oktoberrevolution selbst ist auch in Russland ein Zankapfel, da die Herrschaft der Bolschewiki für Gewaltakte verantwortlich gemacht wird, die nach Schätzungen von Historikern mehrere Millionen Menschenleben gekostet haben. Der Präsident der Russischen Föderation, Wladimir Putin, hatte im Vorfeld des Jubiläums eine Gedenkstätte für die Opfer der bolschewistischen Gewaltherrschaft in Moskau eingeweiht und dazu aufgerufen, Russland möge "seine christlichen Wurzeln wiederfinden, nicht die kommunistischen".

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