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"Müssen Assange freilassen!" – Proteste vor britischer Botschaft in Washington

Aktivisten protestierten am Sonntagnachmittag vor der britischen Botschaft in Washington und forderten die Freilassung von Julian Assange sowie die Abweisung aller gegen ihn erhobenen Anklagen. Scharfe Kritik gab es auch für die US-amerikanische und die britische Regierung.

Einer der Aktivisten erläuterte, warum der Fall Julian Assange ein wichtiger Präzedenzfall ist: "Ihm drohen 175 Jahre Gefängnis für den Akt der Veröffentlichung. Eine verfassungsrechtlich geschützte Tätigkeit, und Sie wissen, dass die Pressefreiheit auf dem Spiel steht, dass auch die Menschenrechte bedroht sind, dass es sich um eine Menschheitsfrage handelt, da die Menschen Informationen brauchen, um ihren Platz in der Welt zu verstehen. Wer sie sind und wie sie sich selbst in der Welt wirksam vertreten können."

Eine andere Aktivistin erklärte: "Er ist ein friedlicher Mann, der in seinem ganzen Leben noch nie eine Gewalttat begangen hat, und doch wird er den Rest seines Lebens im Gefängnis verbringen, ohne Zugang zu seiner Familie oder einen sehr eingeschränkten Zugang zu Anwälten, und wir halten das für ungerecht. Das muss aufhören. Das Justizministerium muss die Anklage gegen ihn fallen lassen und Großbritannien muss die Auslieferung ablehnen."

Im September ist es ein Jahr her, dass Julian im Old Bailey in der Londoner Innenstadt als Zeuge vernommen wurde. Das Gericht lehnte seine Auslieferung an die USA mit der Begründung der Suizidgefahr ab. Assange befindet sich nach wie vor in Haft, während die USA gegen die Entscheidung Berufung einlegen und befürchtet seine Auslieferung.

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