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Nun auch sie: berühmtes Merkel-Double geht in Ruhestand

Ursula Wanecki ist 65 Jahre alt und geht in den Ruhestand. Vor zehn Jahren schickte sie auf Anregung ihres Enkels Fotos an eine Werbeagentur. Seither trat sie 130 mal öffentlich auf - als Double von Angela Merkel. Der Bundeskanzlerin wünscht sie, im Ruhestand manche ihrer Träume zu verwirklichen.

Man könnte meinen, sie wäre es: Die Bundeskanzlerin Angela Merkel auf einem kleinem Spaziergang, ganz privat. Die Haare, das runde Gesicht, die Kleidung, die leicht geduckte Haltung, alles weist darauf hin, dass sie es sein könnte. Doch spätestens, wenn man die stattlich aussehende Dame sprechen hört, bemerkt man die Täuschung.

"Eigentlich hat mich mein Enkel entdeckt. Er hat immer gesagt: 'Mama, guck mal, Oma ist im Fernsehen.' Aber dann haben mich auch auf vielen Geburtstagen und Hochzeiten Leute immer auf die Ähnlichkeit mit unserer Bundeskanzlerin angesprochen und wollten Bilder mit mir machen. Und dann kam Karneval in Attendorn, und da hatte ich die Idee, mich als Bundeskanzlerin zu verkleiden", erzählt Ursula Wanecki, Angela Merkels Doppelgängerin.

Der Bluff war so überzeugend, dass sie Kollegen und Bekannte dazu animierten, ihre Fotos an eine Werbeagentur zu schicken. Nur kurze Zeit später hatte sie ihren ersten Auftritt als Merkel-Double für eine Kampagne während des damaligen Wahlkampfes. Viele weitere sollten noch folgen, etliche davon in Fernsehsendungen, Werbeclips oder auf Messen. Ihre Ähnlichkeit und der makellose Akt der Illusion ließen manche sogar glauben, sie würde nur so tun, als wäre sie nicht die Bundeskanzlerin.

Mehr als 130 Auftritte als Merkel-Double hat die gebürtige Polin neben ihrem Job als Steuerfachangestellte in den letzten 10 Jahren hinter sich. Doch nun wird sie ihres ungewöhnlichen Hobbys müde.

"Ich werde dieses Jahr 65 und wollte auch zum Jahresende meine Rente beantragen, weil es doch ein bisschen stressig war. Es war mit der 'Frau Merkel' zwar ein großes Abenteuer, aber ich freue mich auch, dass dieses Abenteuer jetzt zu Ende ist und dass ich das machen kann, was ich mir schon lange erträumt habe", sagt Wanecki.

Neben einer großen Reise ins Baltikum und einem längerem Aufenthalt in ihrer Heimat Polen wünscht sie sich, dass sie nur einmal Angela Merkel gegenüberstehen könnte, am liebsten im Privaten. Doch selbst wenn das nicht passieren sollte, wird sie auch nach ihrem Ruhestand der Bundeskanzlerin immer irgendwie nahestehen. Und sei es nur durch die Rufe der Menschen in ihrem Dorf, die sie wohl weiterhin mit "Hallo, Angie!" begrüßen werden.

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