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Spanisches Stonehenge: Extreme Dürre lässt "Sonnentempel" auftauchen

Nachdem der spanische Diktator Francisco Franco 1963 am nahe gelegenen Fluss Tajo in Peraleda de la Mata, Spanien, zur Energiegewinnung einen Stausee bauen ließ, wurden diese Steinformationen überflutet. Nur in extremen Dürreperioden ragt die Kultstätte wieder aus der Wasseroberfläche hervor.

Am Donnerstag wurde in der Extremadura wegen der extremen Hitze die Alarmstufe "Rot" ausgerufen. Der Wasserstand des örtlichen Staudamms und des Flusses Tajo ist so stark gesunken, dass der Dolmen von Guadalperal, auch bekannt als das "spanische Stonehenge", komplett freigelegt wurde.

Im Jahr 2019 tauchte das "spanische Stonehenge" zum ersten Mal seit 50 Jahren aus dem Wasser auf. "Wir hatten vollen Zugang und unsere Kollegen vom Spanischen Institut für Kulturerbe begannen mit der Untersuchung, der Dokumentation und den Wiederherstellungsarbeiten", erklärte der Leiter des archäologischen Dienstes des spanischen Instituts für Kulturerbe, Juan José Gordon.

Der megalithische Komplex ist zwischen 4.000 und 6.000 Jahre alt und besteht aus 140 Granitsteinen. Man nimmt an, dass er zwischen 2000 und 3000 v. Chr. ein Sonnentempel oder ein Raum für Bestattungsriten war. Als Dolmen werden prähistorische Formationen aus senkrecht aufgestellten Steinen mit einer Deckplatte bezeichnet.

Das Besondere am Dolmen von Guadalperal ist, dass er bereits 1925 entdeckt wurde, jedoch nur teilweise erforscht werden konnte. Der deutsche Archäologieprofessor Hugo Obermaier beschrieb die Stätte und brachte einige Artefakte nach Deutschland zur näheren Untersuchung. Seine Arbeit wurde jedoch erst 1960 veröffentlicht, da blieb nicht mehr viel Zeit für weitere Untersuchungen der Ausgrabungsstelle, denn nur drei Jahre später wurde der Dolmen überflutet.

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