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Putin: Nicht wir unterdrücken Journalisten – Unsere Medien und Pressevertreter werden bekämpft

Im Rahmen des Internationalen Wirtschaftsforums in St. Petersburg ist der russische Präsident Wladimir Putin am Freitag via Videokonferenz mit den Chefs der weltweit führenden Nachrichtenagenturen zusammengetroffen.

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Presse-Agentur, Peter Kropsch, konfrontierte den russischen Präsidenten mit dem Vorwurf, dass es für unabhängige Journalisten sehr schwierig sei, "in Russland zu arbeiten", es sei quasi "unmöglich".

Putin wies den Vorwurf entschieden zurück und erklärte ihm, dass es in Russland so offene und kontroverse Debatten in Medien gäbe, wie es in vielen anderen Ländern nicht der Fall sei.

"Wissen Sie, wir haben so viele verschiedene Nachrichtenkanäle, Internetkanäle, wir haben so viele verschiedene Meinungen, und so viele kritische Meinungen, Themen und Bewertungen von Handlungsweisen der Behörden finden sich in den Medien! Ich denke, dass es in Ihren Ländern so etwas nicht gibt, solche harten medialen Bewertungen. Sie arbeiten hier alle – und es geschieht ihnen nichts", so Putin.

Das Gegenteil sei der Fall, wie Putin weiter erläutert, denn tatsächlich würden die Journalisten, die für russische Kanäle arbeiten, unterdrückt und eingeschränkt.

"Was mit unseren Journalisten in bestimmten Ländern passiert, wirft Fragen auf. Russische Journalisten werden unter Druck gesetzt und verfolgt; russische Kanäle werden geschlossen, und ihr Betrieb wird mit behördlichen und finanziellen Mitteln eingeschränkt. Im Grunde genommen werden unsere Kanäle zu Tode stranguliert. Finanzinstitutionen wird verboten, mit ihnen zu arbeiten.

Es wird für russische Medien schwierig, einheimische Mitarbeiter einzustellen oder Büroräume zu mieten und so weiter. [...] Hier in Russland haben wir im Grunde nur ein einziges Medienunternehmen, das sich an ein ausländisches Publikum richtet. Das ist Russia Today, und es wurde so sehr verunglimpft und schlecht gemacht; seine Journalisten wurden mit allen möglichen Titulierungen beschimpft."