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"Pfui!" – Kanzler Kurz muss sich beim Schnitzelessen wütenden Bürgern stellen

Am Mittwoch traten in Österreich weitreichende Lockerungen der Corona-Maßnahmen in Kraft. Unter bestimmten Auflagen dürfen Gastronomie, Hotels, Sportstätten, Kultur- und Freizeiteinrichtungen wieder öffnen.

Neben Abstandsregeln und beschränkten Plätzen ist der Nachweis, dass man entweder negativ getestet, genesen oder geimpft ist, zentral für Österreichs Öffnungen. Demnach gilt die sogenannte "3-G-Regel", mit der die Bürger an den neu gewonnenen Freiheiten wieder teilhaben dürfen.

Auch Bundeskanzler Sebastian Kurz wollte sich sein erstes Schnitzel in der Gaststätte "Schweizerhaus" in Wien nicht entgehen lassen. Mit am Tisch saßen Vizekanzler Werner Kogler, Tourismusministerin Elisabeth Köstinger und Kultur- und Staatssekretärin Andrea Mayer.

Doch auf dem Weg zum Biergarten wurde die Regierungsspitze nicht nur von der Presse empfangen, sondern auch von einer Schar wütender Bürger. Es fielen diverse Zwischenrufe wie "Herr Bundeskanzler, was halten Sie von den Leuten, die Angst um ihre Kinder haben, wenn sie sie nicht impfen lassen wollen?" und "Was sagen Sie zum Grünen Pass?"

Trotz solcher kritischen Zwischentöne sehen österreichische Politiker positiv in die Zukunft. "Wir gehen davon aus, dass 150.000 Personen wieder einer normalen Beschäftigung nachgehen können", erklärte der Arbeitsminister Martin Kocher. Demnach könnten Angestellte im Tourismus, in der Gastronomie, Kultur und Kunst und im Bereich der Sportveranstaltungen auch bald aus der Kurzarbeit in die volle Beschäftigung zurückkehren. Finanzminister Gernot Blümel zeigt sich auch zuversichtlich. "Wir erwarten, dass wir bis Ende des Sommers das wirtschaftliche Niveau von vor der Krise erreichen", sagte er.