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Niederlande: Regierung verschiebt Öffnungsschritte - Hunderte protestieren für "volle Freiheit"

Hunderte von Menschen sind am Sonntag durch die Straßen von Amsterdam marschiert, um gegen die Entscheidung der Regierung zu protestieren, weitere Lockerungen der COVID-19-Beschränkungen auszusetzen.

Wie einer der Demonstranten namens Franc Rainbird erklärte, ist er auf die Straßen gegangen, um für eine volle Aufhebung alles Einschränkungen zu demonstrieren: "Viele Leute, die meisten Leute denken, dass wir die Freiheit zurückhaben, weil sie einer Terrasse sitzen und ein Bier trinken können. Das ist keine Freiheit, Freiheit ist, dass alles offen ist, dass alles wieder so sein soll, wie es vorher war."

Eigentlich sollten ab dem 11. Mai weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen in Kraft treten, die unter anderem Outdoor-Aktivitäten und Zoobesuche wieder möglich machen sollten. Die Regierung glaubt, dass aufgrund der Impfkampagne die Zahl der erkrankten Menschen stark sinken wird somit auch die Neuaufnahmen in Krankenhäusern. Deshalb wollte sie das Land schrittweise wieder öffnen.

Am 28. April waren bereits die Ausgangssperre aufgehoben, die Kontaktbeschränkungen gelockert und die Außengastronomie unter Auflagen wieder erlaubt worden. Nicht-systemrelevante Geschäfte durften auch wieder Kunden ohne Termin einlassen.

Angesichts der hohen Zahlen der Befunde wurden die weiteren Öffnungsschritte am 11. Mai allerdings erst einmal auf Eis gelegt. Gesundheitsexperten hatten die niederländische Regierung zu dem Schritt gedrängt, da landesweit eine Inzidenz von über 300 besteht.

Auf der Webseite der niederländischen Regierung heißt es zum weiteren Öffnungsverfahren: "Am 3. Mai wird die Regierung entscheiden, ob die Zahlen es uns erlauben, den zweiten Schritt vorzunehmen." Auch Frankreich und Österreich kündigten Lockerungen an, trotz höherer Inzidenzwerte als in Deutschland. Berlin wiederum hat die Maßnahmen verschärft und setzt den Lockdown fort.

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