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"Lückenlose Aufklärung" – Bundesregierung zur Explosion des Munitionslagers in Tschechien 2014

Die deutsche Regierungssprecherin Ulrike Demmer sagte am Montag auf einer Pressekonferenz in Berlin, dass Deutschland zu seinen tschechischen Verbündeten in dem Fall der Explosion des Munitionslagers in Vrbětice 2014 stehe, für die die tschechischen Behörden am Samstag den russischen Geheimdienst verantwortlich machten.

"Wir teilen das Interesse unserer tschechischen Partner und Freunde, dass die Umstände der Explosion eines Munitionslagers im Jahr 2014, bei den es zwei Tote gab, lückenlos aufgeklärt werden", so Demmer. Die Sprecherin des Auswärtigen Amtes, Maria Adebahr, fügte hinzu, Deutschland werde "natürlich auch mit unseren tschechischen Partnern über die nächsten Schritte beraten".

Am Samstag kündigte der tschechische Ministerpräsident Andrej Babiš die Ausweisung von 18 russischen Diplomaten an, die unter dem Verdacht stehen, in den Vorfall verwickelt zu sein. Russland wies die Anschuldigungen als "absurd" zurück und konterte, indem es am Montag 20 tschechische Diplomaten aus der Moskauer Botschaft des Landes verwies.

Im Jahr 2014 erschütterten mehrere Explosionen das Munitionsdepot in Vrbětice und töteten zwei Menschen. Die tschechische Polizei sagte am Samstag, dass sie nach zwei Männern im Zusammenhang mit den Explosionen suche. Es wird vermutet, dass sie mehrere Pässe mit sich führen, darunter russische Pässe, die auf die Namen Alexander Petrov und Ruslan Boshirov ausgestellt sind. Dies sind die gleichen Decknamen, die von den beiden russischen Agenten verwendet wurden, die wegen des versuchten Mordes an dem russischen Spion Sergei Skripal in Großbritannien angeklagt wurden. Skripal und seine Tochter sollen im März 2018 in Salisbury mit dem Nervenkampfstoff "Nowitschok" vergiftet worden sein.