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Russischer Verteidigungsminister reagiert auf Drohungen von NATO und Ukraine

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat Russland am Dienstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ukrainischen Außenminister Dmytro Kuleba davor gewarnt, seine Truppenaufstockung an der Grenze zur Ukraine zu verstärken. "Die NATO steht an der Seite der Ukraine", so Stoltenberg, deshalb habe die NATO ihre "Präsenz in der Schwarzmeerregion erhöht, im Schwarzen Meer mit verstärkter Marinepräsenz, mehr Schiffen, mehr Hafenaufenthalten".

Kuleba sagte, die Ukraine und ihre Verbündeten seien besser vorbereitet, als es 2014 zur Krim-Krise kam und warnte Russland. "Russland wird niemanden mehr einfach überrumpeln können. Die Ukraine und unsere Freunde bleiben wachsam (...) Sollte Moskau irgendeinen unbedachten Schritt machen oder eine neue Gewaltspirale in Gang setzen, wird das ihnen in jeder Hinsicht teuer zu stehen kommen." Er glaube, dass seinem Land "alle Instrumente zur Verfügung stehen, um Russland nicht nur daran zu hindern, einen einzigen Schritt vorwärtszumachen", sondern Russland zudem zum Rückzug aus "den besetzten Gebieten der Ukraine" zu bewegen. 

NATO-Generalsekretär Stoltenberg nannte die russischen Truppenbewegungen in Russland "ungerechtfertigt, unerklärlich und zutiefst besorgniserregend". Russland solle seine "Provokationen" unverzüglich einstellen. Der russische Verteidigungsminister, Sergei Schoigu, erklärte am Dienstag dazu, dass es die NATO sei, die massiv ihre militärische Präsenz entlang der russischen Grenzen aufbaue und Russland lediglich darauf reagiere. So militarisierten die USA nicht nur den arktischen Raum mehr und mehr, sondern besonders auch Europa.

"In den letzten drei Jahren hat der Nordatlantikblock seine militärischen Aktivitäten in der Nähe der russischen Grenze verstärkt. In Polen und den baltischen Ländern werden die amerikanischen Streitkräfte verstärkt, das amerikanische Konzept 'four thirties' wurde übernommen und umgesetzt."

Laut diesem haben die NATO-Verbündeten 30 Bataillone, 30 Luftstaffeln und Kampfschiffe in Dauereinsatzbereitschaft und innerhalb von höchstens 30 Tagen einsatzbereit. Wie Schoigu weiter ausführte, hat der westliche Block zudem "die Intensität der Luftaufklärung im Vergleich zum letzten Jahr verdoppelt" sowie "die Intensität der Seeaufklärung ums Eineinhalbfache gesteigert". Er wies zudem auf die massiven Militärübungen in Europa hin, die die Fähigkeit der "Bündnispartner", auf eine russische "Aggression" reagieren zu können, stärken sollen.

"Jedes Jahr organisiert die NATO in Europa bis zu vierzig große Einsatzübungen mit einer eindeutig antirussischen Ausrichtung. In diesem Frühjahr haben die gemeinsamen NATO-Streitkräfte die größte Übung der letzten 30 Jahre begonnen, die 'Defender Europe 2021'. Die amerikanischen Streitkräfte werden nun vom kontinentalen Teil Nordamerikas über den Atlantik nach Europa verlegt. Es gibt eine Bewegung der Kräfte in Europa in Richtung der russischen Grenze. Die Hauptkräfte konzentrieren sich in der Schwarzmeerregion und im Baltikum. Insgesamt werden 40.000 Soldaten und 15.000 Einheiten der militärischen Ausrüstung, einschließlich der strategischen Luftfahrt, in der Nähe unseres Territoriums stationiert werden."

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