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Spanien: Riesige Warteschlange von Impfwilligen vor Krankenhaus in Madrid

Am Montag waren vor einem Krankenhaus in Madrid riesige Warteschlangen zu sehen. Während die erste Phase der Impfkampagne auf das Personal und die Bewohner von Pflegeheimen abzielte sowie auf Mitarbeiter des Gesundheitswesens, wurde sie in der zweiten Phase auf lebenswichtige Arbeitskräfte wie beispielsweise Lehrer, Polizeibeamte und Mitarbeiter der Feuerwehr und Menschen über 80 Jahren ausgeweitet.

Das stellt eine logistische Herausforderung dar. Rund 8.000 Menschen sollten im Laufe des Tages im Isabel Zendal Krankenhaus geimpft werden. Dies führte durch organisatorische Mängel jedoch zu stundenlangen Wartezeiten.

Die Differenz zwischen der Anzahl der erhaltenen und der verabreichten Impfungen ist in der letzten Zeit gewachsen. Vertreter des Gesundheitswesens sagen, dass dies größtenteils auf organisatorische Probleme zurückzuführen ist. Am 2. Februar hatte Spanien 94 Prozent aller erhaltenen Impfdosen verabreicht. Diese Zahl fiel am 9. Februar auf 90 Prozent und am 23. Februar auf 87 Prozent. Letzte Woche fiel sie dann auf 75 Prozent herab. Am 23. Februar hatte Spanien 95,5 Prozent der Dosen von Pfizer verabreicht, 70,8 Prozent von Moderna und nur 33,7 Prozent von AstraZeneca.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums haben 3.829.465 Menschen in Spanien den COVID-19-Impfstoff erhalten, davon 1.261.848 die komplette Impfung. Den aktuellen Zahlen der Johns Hopkins University zufolge gab es in Spanien insgesamt 3.204.531 Corona-Fälle und 69.609 mit COVID-19 verbundene Todesfälle.