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Gelbwesten: "Rentner suchen im Müll nach Essen" - Diese Politik ist nicht mehr zu akzeptieren

In Paris sind am Samstag erneut Anhänger der Gelbwesten-Bewegung gegen die Regierungspolitik auf die Straßen gezogen. Schon vor der Corona-Krise zogen sie zu Zehntausenden gegen den Sozialabbau auf die Straßen. Nun kommt der massive wirtschaftliche Schaden durch die Zwangsschließungen aufgrund der Corona-Pandemie hinzu.

Jüngsten Daten zufolge schrumpfte Frankreichs Wirtschaft im Jahr 2020 um 8,3 Prozent. Für die Gelbwesten-Aktivisten ist Situation nicht mehr hinnehmbar. Sie verlangen endlich "Lösungen von der Regierung". Nejeh, einer der Demonstranten, zeigte sich empört über das, was in Frankreich passiert.

"Wir verlangen einfach Lösungen, aber sie (die Regierung) geben uns keine Lösungen, sie stellen uns vor vollendete Tatsachen. Sie schließen Krankenhäuser, schaffen Betten in Krankenhäusern ab und dann sagen sie, dass es keine (Behandlungs-) Plätze mehr gibt. Sie sagen uns, wir sollen zu Hause bleiben. Das können wir nicht länger hinnehmen. Die da oben müssen uns zuhören, uns, die hier unten sind. Wir können nicht länger akzeptieren, dass ein Rentner am 15. des Monats im Müll suchen muss (um Essen zu finden). Wir können nicht akzeptieren, dass Arbeiter in ihren Autos leben müssen. Das ist nicht fair."

Die Gelbwesten-Bewegung begann als Basis-Bürgerprotest im November 2018 und breitete sich schnell im ganzen Land aus. Die Proteste für wirtschaftliche und soziale Gerechtigkeit richteten sich gegen Rentenkürzungen, die Degradierung von Arbeitnehmerrechten und die prekäre soziale Lage, in denen sich Menschen wiederfinden. Bis heute finden regelmäßig Gelbwesten-Proteste statt.