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"Nicht nachvollziehbar" - Bundesregierung zu Lawrows Drohung bezüglich Bruch mit EU

Die Sprecherin des Auswärtigen Amtes, Andrea Sasse, und der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, reagierten am Freitag auf der Bundespressekonferenz in Berlin auf die Äußerung des russischen Außenministers Sergei Lawrow. Er sagte, dass Russland bereit sei, die Beziehungen zur EU zu kappen, falls weitere Sanktionen gegen Russland verhängt werden sollten, die die russische Wirtschaft treffen. Sasse bezeichnete diese Aussagen Lawrows als "befremdlich und nicht nachvollziehbar".

Die Äußerungen des russischen Außenministers kommen, nachdem sich die Beziehungen zur EU gerade in den letzten Monaten erheblich verschlechtert haben. EU-Staaten werfen Russland nämlich vor, den Aktivisten Alexei Nawalny vergiftet zu haben, mit dem Ziel, ihn zu töten. Die russische Regierung weist dies entschieden zurück. Nawalny wurde nach einem Zusammenbruch in einem Flugzeug in Russland ins Krankenhaus gebracht. Dort schlossen die Ärzte eine Vergiftung explizit aus. Da Nawalnys Frau eine Behandlung ihres Mannes in Deutschland wünschte, wurde der noch im Koma liegende Patient nach Deutschland geflogen.

Dort stellte man angeblich Spuren des hochtödlichen Nervengifts Nowitschock fest. Russland fordert seitdem, diese Proben offenzulegen, bislang vergeblich. Seither werden die Forderungen nach Sanktionen in der EU immer lauter, auch, dass man das Gas-Pipeline-Projekt mit Russland – ein wichtiges Wirtschaftsprojekt – stoppen solle.

Lawrow sagte in einem heute veröffentlichten Interview, dass man in Russland bereit dazu sei, die Beziehungen zur EU abzubrechen, wenn diese sich für Sanktionen gegen Russland entscheide, welche die russische Wirtschaft treffen würden.

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