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USA: Protest gegen Ausgangssperre in Kalifornien – "Mir kann niemand befehlen, zu Hause zu bleiben"

In Sacramento, der Hauptstadt des US-Bundesstaats Kalifornien, versammelten sich gestern Hunderte Demonstranten, um gegen Ausgangsbeschränkungen zu protestieren, die im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie verhängt wurden. Gemeinsam forderten sie: "Öffnet Kalifornien wieder!"
USA: Protest gegen Ausgangssperre in Kalifornien – "Mir kann niemand befehlen, zu Hause zu bleiben"

Die vielen Demonstranten, eine große Zahl davon auch in ihren Autos, blockierten den Verkehr rund um das California State Capitol in Sacramento. Die Polizei war anwesend, griff aber nicht ein, wenn die Demonstranten den gebotenen Sicherheitsabstand nicht einhielten. 

Der Protest richtete sich zudem gegen eine Gesetzesinitiative, die medizinische Ausnahmeregelungen für Impfstoffe einschränkt, die für den Schulbesuch von Kindern obligatorisch sind.

Auf die Frage an einen der Demonstranten, ob er überhaupt keine Angst davor habe, krank zu werden, entgegnete dieser:

Nein. Ich habe ein Immunsystem, ich lasse mich von meinem Immunsystem unterstützen, und das war's. Ich habe sowieso keine Garantie für morgen, bei allem, was passiert. [...] Ob ich nun zu Hause bleibe oder hinausgehe, man kann immer sterben, egal, was man tut. Ich bin kein Adrenalinjunkie, aber ich möchte nicht, dass man mir vorschreibt, zu Hause zu bleiben.

Laut Daten der Johns Hopkins University gab es in Kalifornien bis gestern 33.686 bestätigte Coronavirus-Fälle und 1.225 damit zusammenhängende Todesfälle.