International

Waffenstillstand im Handelskrieg zwischen USA und China soll bald unterzeichnet werden

Nach fast zweijährigem Handelskrieg mit China und acht Monate vor den Präsidentschaftswahlen, soll laut US-Präsident Donald Trump am 15. Januar 2020 ein erstes Abkommen zwischen Washington und Peking unterzeichnet werden. Die Zeremonie soll im Weißen Haus stattfinden.
Waffenstillstand im Handelskrieg zwischen USA und China soll bald unterzeichnet werdenQuelle: AFP © Mark Ralston

Peking werde für die Unterzeichnung einen ranghohen Vertreter schicken, erklärte Trump am Dienstag über Twitter. Er werde zu einem späteren Zeitpunkt nach Peking reisen, um ein zweites Folgeabkommen auszuhandeln, schrieb er weiter. Es ist das erste Mal, dass eine der Streitparteien einen konkreten Termin für die Unterzeichnung der Vereinbarung angekündigt hat.

Beide Seiten hatten Mitte Dezember erklärt, sich nach langem Ringen auf ein erstes Handelsabkommen verständigt zu haben. Der genaue Inhalt der Teilvereinbarung ist noch nicht veröffentlicht. Nach US-Angaben verpflichtet sich China darin, Importe aus den USA um 200 Milliarden US-Dollar über zwei Jahre zu erhöhen. Davon sollen mindestens 40 Milliarden US-Dollar jährlich den US-Landwirten zugutekommen – einer mit Blick auf die Wahl im November für Trump wichtigen Gruppe. Zudem soll es auch Vereinbarungen zu den Themen geistiges Eigentum, Technologietransfer und Wechselkurse geben.

Trump hatte bereits im Oktober erstmals eine Teileinigung in dem seit rund eineinhalb Jahren andauernden Handelskonflikt mit China verkündet. Zur angedachten Unterzeichnung im November kam es allerdings nicht.

Die Einigung entspricht Experten zufolge mehr einem Waffenstillstand als einer Lösung des Handelskonflikts der beiden größten Volkswirtschaften der Welt. Es werden nun keine neuen Importgebühren verhängt, doch ein Großteil der seit 2018 verhängten Strafzölle wird weiter erhoben werden. Beobachter gehen davon aus, dass der Abschluss eines zweiten Abkommens angesichts der noch ausstehenden komplexen Themen sehr schwierig werden dürfte.

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(rt deutsch/dpa)

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