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Nach Besuch des iranischen Außenministers: Trump "respektiert" Sarif und will "starken Iran"

Der Besuch des iranischen Außenministers Mohammed Dschawad Sarif beim G7-Gipfel in Frankreich kam überraschend. Direkte Gespräche mit den USA gab es nicht. Laut US-Präsident Trump wären diese verfrüht gewesen. Er teilte der Presse mit, er wolle einen "starken Iran".
Nach Besuch des iranischen Außenministers: Trump "respektiert" Sarif und will "starken Iran"Quelle: Reuters © Ian Langsdon

Im südfranzösischen Biarritz findet am heutigen Montag das letzte G7-Gipfeltreffen statt. Ein großes Thema sind die Spannungen mit dem Iran. Der Besuch des iranischen Außenministers Mohammed Dschawad Sarif kam überraschend. Nach Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump hatte ihn sein französischer Amtskollege Emmanuel Macron um dessen Einverständnis für einen Besuch Sarifs gebeten. Trump hatte keine Einwände, teilte der Presse jedoch mit, dass es für ein persönliches Gespräch zwischen ihm und Sarif "zu früh" gewesen wäre. 

Der Iran leidet derzeit unter Sanktionen, die die iranische Führung in Teheran als "Wirtschaftskrieg" ansieht. Selbst der iranische Außenminister wurde auf die schwarze Liste des US-Finanzministeriums gestellt.

Sarif hatte immer wieder betont, dass seine Familie keine Vermögenswerte im Ausland besäße und eine Sanktionierung seiner Person sinnlos sei. Aus Sicht des Iran haben die USA durch ihr Verhalten den Verhandlungstisch verlassen. 

Überraschend sagte Trump beim G7-Gipfel, die Lebensweise, zu der die Iraner gezwungen würden, sei inakzeptabel. Er wolle einen "starken Iran": 

Wir wollen den Iran wieder reich machen. Für den Iran besteht die reale Chance, sich wieder aufzubauen und eine große Nation zu sein. Sie müssen den Terrorismus stoppen. 

Der iranische Präsident Hassan Rohani verteidigte den Besuch Sarifs im südfranzösischen Biarritz:

Wenn ich wüsste, dass ein Treffen die Probleme aller Iraner lösen könnte, dann würde ich dies definitiv tun.