Scotland Yard bestätigt: Assange soll an die USA ausgeliefert werden

Ecuador hat Julian Assange das diplomatische Asyl entzogen. Anschließend wurde der Australier von der britischen Polizei aus der ecuadorianischen Botschaft geschleppt und verhaftet. Assange hatte seit 2012 in der Botschaft gelebt, um einer Auslieferung in die USA zu entgehen.
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Wie WikiLeaks nach der Festnahme in einem Tweet mitteilte, sei diese erfolgt, um Assange an die USA auszuliefern.
BREAKING: Assange has been arrested for extradition to the United States for publishing.https://t.co/vvbZBOgCwL
— WikiLeaks (@wikileaks) 11. April 2019
Ebenfalls auf Twitter teilte seine Mutter Christine Assange mit:
Julian wird wahrscheinlich innerhalb von 24 Stunden vor einem britischen Gericht erscheinen wegen eines (erloschenen) 'Kautionsbefehls'.
Das Vereinigte Königreich wird wahrscheinlich eine maximale Haftstrafe von 12 Monaten vor einem höheren Gericht beantragen.
Unser Fokus liegt wie immer darauf, eine US-Auslieferung zu stoppen!
I have just spoken to one of Julians lawyers.Julian is likely to appear before a UK Magistrate within 24 hrs re (old defunct) "bail warrant" UK likely to seek max prison term of 12 months in higher court.Our focus is as always to STOP a U.S. Extradition! Let's get to it!
— Mrs. Christine Assange (@AssangeMrs) 11. April 2019
Die britischen Behörden werfen Assange Verstöße gegen Kautionsauflagen vor, die im Zusammenhang mit einem inzwischen eingestellten Verfahren erlassen wurden. Scotland Yard hat indes bestätigt, dass Assange nicht wegen dieser Verstöße, sondern im Namen der USA verhaftet wurde, nachdem London einen Antrag auf Auslieferung erhalten hatte.
Ecuadors Präsident Lenín Moreno bezeichnete die Ausweisung des WikiLeaks-Gründers als einen "souveränen Akt" und begründete diesen damit, dass Assange gegen Asyl-Auflagen verstoßen habe. Die britischen Behörden hätten ihm zugesichert, Assange nicht an ein Land auszuliefern, in dem ihm die Todesstrafe oder Folter drohen.
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