International

China versus USA: Dating-App für Homosexuelle für Spionage des US-Militärs missbraucht?

Die USA überprüfen zunehmend die Entwickler von Apps unter dem Vorwurf, dass diese US-Militär oder Geheimdienstpersonal ausspionieren könnten. In der Kritik steht nun eine Dating-App für Homosexuelle. Der chinesische Besitzer versucht, die Firma loszuwerden.
China versus USA: Dating-App für Homosexuelle für Spionage des US-Militärs missbraucht?Quelle: Reuters © Rebecca Cook

Die chinesische Firma für Spiele für Mobiltelefone Beijing Kunlun Tech Co., Ltd. versucht, ihre beliebte Dating-App Grindr LLC für die LGBT-Angehörigen zu verkaufen, nachdem das Committee on Foreign Investment in the United States (CFIUS) Bedenken über deren chinesische Besitzer geäußert hat. Es informierte die Firma Kunlun, dass ihr Besitz an der in West Hollywood ansässigen Firma Grindr ein nationales Risiko darstelle, so berichtete Reuters und beruft sich auf zwei Quellen, die nicht namentlich genannt werden wollen.

Die US-Senatoren Edward Marken und Richard Blumenthal schickten im letzten Jahr einen Brief an Grindr und forderten Antworten auf die Frage, wie die App private Nutzer vor Datenmissbrauch von chinesischer Seite schütze. Die Partnerbörse zählte bis 2017 rund 27 Millionen Nutzer. Die App sammelte die Daten der Nutzer bezüglich des Wohnorts, deren Nachrichten und auch den HIV-Status der Nutzer. Dies jedoch nur im Rahmen der Datenschutzrichtlinie.

Beijing Kunlun Tech Co., Ltd. ist benannt nach dem gleichnamigen Berg bzw. der Gebirgskette aus der chinesischen Mythologie. Ein Symbol, das die Achse zwischen Welt und Göttlichkeit darstellt. Einen weltlichen Fehler machte das chinesische Unternehmen allerdings, nachdem es Grindr 2016 und 2018 übernahm, ohne die Übernahme zur Prüfung beim CFIUS eingereicht zu haben.

Die Einreichung zur Prüfung beim CFIUS ist freiwillig. 2016 zahlte Kunlun 93 Millionen Dollar für Grindr. Verkauft werden soll Grindr nun mittels einer Auktion. Den Verkaufsprozess leitete die Investmentbank Cowen Inc. Ein ähnliches Schicksal ereilte die China National Aero-Technology bei dem Versuch, den Flugzeugteilehersteller Mamco zu übernehmen.

Premier Li mit Verweis auf USA: China fordert keine Unternehmen auf, andere Länder auszuspionieren

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team