International

Pressefreiheit à la USA: FBI hält PressTV-Journalistin ohne Angabe von Gründen fest

Die Moderatorin Marzieh Hashemi des iranischen Senders PressTV, der in englischer Sprache sendet, wurde in den USA vom FBI nach der Ankunft mit einem Inlandfluges in St. Louis ohne Begründung festgenommen. Unter Zwang büßte dabei die gläubige Journalistin auch ihr Kopftuch ein.
Pressefreiheit à la USA: FBI hält PressTV-Journalistin ohne Angabe von Gründen festQuelle: AFP

Der Nachrichtensender erklärte, dass seine Journalistin und Moderatorin Marzieh Hashemi am St. Louis Lambert International Airport, Missouri, festgehalten und nach Washington, D.C. geschickt wurde, wo sie in einer FBI-Haftanstalt festgehalten wird. Es wurde weder Anklage gegen sie erhoben noch wurde ein Grund für ihre Inhaftierung angegeben, so ein Sprecher des Netzwerks, der mit RT sprach.

Die Journalistin behauptete, dass während der Haft ihr Hijab "gegen ihren Willen entfernt worden sei" und dass US-Beamte ihr mehrere Tage lang den Zugang zu Halal- oder vegetarischer Kost verweigerten, so dass sie sich nur von Brezeln und Brot ernähren konnte.

Hashimi wurde als Melanie Franklin in New Orleans, Louisiana, geboren. Die Journalistin zog 2008 in den Iran, hat aber im Laufe der Jahre mehrere Reisen in die USA unternommen. Mehrmals wurde sie dann bei ihrer Ankunft dort befragt, war aber noch nie zuvor inhaftiert worden. Diesmal war sie angereist, um ihren kranken Bruder und andere Verwandte zu besuchen, als sie unvermutet festgehalten wurde, berichtet PressTV. Berichten zufolge hatten Hashimis Verwandte 48 Stunden lang keinerlei Kontaktmöglichkeiten zu ihr und erfuhren erst relativ spät, dass sie von den US-Behörden festgehalten wurde.

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team