International

Nebensja im Sicherheitsrat: USA und Verbündete agieren wie "Hooligans"

Nach dem Militärangriff der USA, Frankreichs und Großbritanniens in Syrien hat der russische UN-Botschafter das Vorgehen im UN-Sicherheitsrat scharf kritisiert. Mit den Anschlägen werde die Region weiter destabilisiert.
Nebensja im Sicherheitsrat: USA und Verbündete agieren wie "Hooligans"Quelle: Reuters

Russlands UN-Botschafter Wassili Nebensja nannte den Angriff eine aggressive Aktion Amerikas und seiner Alliierten. Die USA machten eine bereits katastrophale humanitäre Situation in Syrien noch schlimmer, sagte er. Die von Washington betriebene Eskalation destabilisiere den gesamten Nahen Osten.

Unverhohlen ignorierten die USA und ihre Verbündeten internationales Recht, sagte Nebensja. Dies sei neokoloniales Auftreten und erinnere an das Verhalten von "Hooligans". Der Sicherheitsrat werde völlig ignoriert, seine Autorität unterminiert.

Alles läuft nach einem eingeübten Schema ab: Provokation, Falschbelastung, Falschurteil, Strafe. Wollen Sie sich jetzt auf diese Weise mit internationalen Angelegenheiten befassen?

Einst prosperierendes Land in die Steinzeit zurückbomben

Nebensja sagte, es gebe keinerlei Beweise für den Einsatz chemischer Waffen vergangene Woche in der Stadt Duma, welchen der Westen der syrischen Regierung vorwirft. Er fragte, ob die USA ein einstmals prosperierendes Land in die Steinzeit zurückbomben wollten.

UN-Generalsekretär António Guterres wiederholte eingangs der Sitzung an die Adresse der Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen seine eindringliche Mahnung zur Zurückhaltung. Es müsse alles vermieden werden, was die Situation in Syrien weiter eskalieren lasse.

Die USA, Frankreich und Großbritannien hatten in der Nacht zum Samstag Ziele in Syrien angegriffen - als Vergeltung für einen mutmaßlichen Chemiewaffeneinsatz in dem Bürgerkriegsland, für den sie die syrische Regierung verantwortlich machen.

Duma liegt in Ost-Ghuta und wurde zum Zeitpunkt des mutmaßlichen Giftgasangriffs von islamistischen Aufständischen beherrscht. (dpa/rt deutsch)

Mehr lesenDie fünf wichtigsten Fakten zu den US-Angriffen auf Syrien

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.