International

Anonymous für Anfänger - Hacktivisten geben Anleitung für Neulinge, um online gegen IS zu kämpfen

Die Hacktivisten der Gruppe Anonymous wollen für die Jagd auf die Webseiten und Konten in Sozialen Netzwerken des Islamischen Staats die Öffentlichkeit mobilisieren. „Je mehr desto besser“ schrieb die Gruppe und veröffentlichte Anleitungen für Neulinge im Cyberkrieg.
Anonymous für Anfänger - Hacktivisten geben Anleitung für Neulinge, um online gegen IS zu kämpfenQuelle: Gettyimages.ru © Thierry Monasse/Getty Images

Innerhalb weniger Tage nach den Pariser Anschlägen letzte Woche hat Anonymous 5.500 Twitter-Konten schließen lassen, nachdem die Hashtags Operation Paris (#OpParis) und Operation ISIS (#OpISIS) sich wie Lauffeuer verbreiteten. Am Mittwoch sollen es schon über 6.000 gewesen sein, so USA Today.

Über eine spezielle Webseite und einen Chatroom möchte die nicht-zentral organisierte Hacker-Gruppe Laien helfen, dabei mitzumachen.

„Anstatt nur unnütz Bandbreite zu belegen oder rumzusitzen und nichts zu tun, kann man sehr von den Werkzeugen und Anleitungen profitieren, die wir euch zur Verfügung stellen“, so die Gruppe. „Euer Beitrag bedeutet viel und wir möchten euch Mut machen, an allen Operationen teilzunehmen, wenn ihr könnt, je mehr desto besser.“

Drei Anleitungen wurden verbreitet: NoobGuide, ReporterGuide und SearcherGuide.

Der NoobGuide für IT-Anfänger erklärt die unter anderem die Grundlagen von DDoS-Attacken, WLAN Deauthentication, das Knacken von Passwörtern und andere wichtige Komponenten des Hackens. Für etwas Fortgeschrittener erklärte der ReporterGuide, wie man einen Bot baut, um automatisch IS-Konten enttarnen zu lassen und der SearcherGuide zeigt, wie man Anonymous helfen kann, noch mehr IS-Webseiten, -konten und -informationen aufzuspüren.

Im Hinblick auf die eigene (Netz-)Sicherheit sollte man sich vorher genau die Anleitungen, die bisher nur auf Englisch zu finden sind, durchlesen und seine IP-Adresse und ähnliches schützen.

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.