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Hollywood-Mogul Weinstein erhält 15 Jahre Haft wegen Sexualdelikten

Eine fast ein Jahrzehnt andauernde Gerichtssaga fand mit der erneuten Verurteilung von Harvey Weinstein ein Ende. Ein New Yorker Richter erklärte, man werde sich an den in Ungnade gefallenen Produzenten weniger wegen seiner Filme erinnern als vielmehr deshalb, weil er zum "Gesicht" der #MeToo-Bewegung geworden sei.
Hollywood-Mogul Weinstein erhält 15 Jahre Haft wegen SexualdeliktenQuelle: Gettyimages.ru © Steven Hirsch / gettyimages

Der 74-jährige ehemalige Film-Mogul war im vergangenen Jahr wegen einer sexuellen Nötigung ersten Grades an der ehemaligen TV-Produktionsassistentin Miriam Haley in seiner Wohnung in Manhattan im Jahr 2006 für schuldig befunden worden. Das Urteil fiel in einem Wiederaufnahmeverfahren, nachdem Weinsteins frühere Verurteilungen in New York im Jahr 2024 aufgehoben worden waren.

"Ich hatte oft das Gefühl, dass ich diejenige war, die vor Gericht stand", sagte Haley laut CBS News vor Gericht. Sie erklärte, die Verfolgung des Falles habe sich zeitweise wie "die schlimmste Entscheidung meines Lebens" angefühlt, und warf Weinstein vor, keine Reue oder "Anzeichen einer Veränderung" zu zeigen.

Weinstein hat sich bei den Menschen entschuldigt, denen er möglicherweise Schaden zugefügt hat, beharrt jedoch auf seiner Unschuld. "Man wird wie ein Tier behandelt – eigentlich ist man weniger als ein Tier, weil man wie ein Nichts behandelt wird", sagte er laut CBS News über seine Zeit hinter Gittern.

Richter Curtis Farber sagte, Weinstein werde für die Filme, die er auf die Leinwand gebracht habe, in Erinnerung bleiben, doch dieses Vermächtnis werde "im Vergleich" zu seinen Verbrechen "blass erscheinen" und er sei "zum buchstäblichen Gesicht der #MeToo-Bewegung" geworden.

Bevor im Jahr 2017 Vorwürfe gegen Weinstein laut wurden, hatte er einige der bekanntesten Hollywood-Filme produziert oder dazu beigetragen, dass sie in die Kinos kamen, darunter "Pulp Fiction", "Good Will Hunting" und "Shakespeare in Love".

Die Enthüllungen trugen dazu bei, #MeToo zu einer globalen Bewegung zu machen, in deren Rahmen Frauen einflussreiche Persönlichkeiten aus der Unterhaltungsbranche, den Medien, der Politik und anderen Branchen öffentlich wegen sexuellen Fehlverhaltens anklagten.

Die Urteilsverkündung am Mittwoch markierte einen wichtigen Schlusspunkt im New Yorker Kapitel einer fast ein Jahrzehnt andauernden Gerichtssaga. Weinstein wurde im Jahr 2020 in New York zu 23 Jahren Haft verurteilt, nachdem er wegen sexueller Nötigung an Haley und der Schauspielerin Jessica Mann für schuldig befunden worden war. Die Urteile wurden 2024 aufgehoben, woraufhin das Gericht ein neues Verfahren anordnete.

Bei seinem Wiederaufnahmeverfahren im Jahr 2025 wurde Weinstein im Fall Haley erneut verurteilt und von einer separaten Anklage im Zusammenhang mit der polnischen Schauspielerin Kaja Sokola freigesprochen. Die Geschworenen konnten sich bei einer Vergewaltigungsanklage gegen den Mann nicht auf ein Urteil einigen, woraufhin die Staatsanwaltschaft die Anklage später fallen ließ.

Unabhängig davon wurde Weinstein in Kalifornien nach einer Verurteilung wegen sexueller Nötigung im Jahr 2022 zu 16 Jahren Haft verurteilt. Weinstein hat bestritten, jemanden sexuell genötigt oder vergewaltigt zu haben.

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