
Newsweek: Schuhe von US-Marines zerfallen bei Frost

Die Schuhe von US-amerikanischen Marineinfanteristen haben während der Übungen in Norwegen begonnen zu zerfallen. Wie die Zeitschrift Newsweek am 17. September unter Verweis auf eine Quelle beim Pentagon und militärische Dokumente berichtete, sei es zu entsprechenden Vorfällen noch während der NATO-Übung Cold Response 2026 im Frühjahr gekommen.

An der von Norwegen geleiteten Übung in Europas nördlichen Breitengranden nahmen insgesamt 32.000 Militärangehörige, darunter rund 3.000 US-Marines, teil. Was eine Machdemonstration gegenüber Russland werden und den Anspruch der NATO auf die Arktis untermauern sollte, endete allerdings teilweise blamabel. Newsweek berichtet:
"Zuerst entdeckten die Marines klaffende Löcher im Leder ihrer oft fabrikneuen Schuhe. Später öffneten sich Lücken in den Sohlen der Schuhe, eiskaltes Wasser drang herein, während sie mit ihren Rucksäcken wanderten oder Ski fuhren."
Die betroffenen Soldaten hätten teilweise Ersatzschuhe vom norwegischen Militär erhalten, wobei einige neue Schuhe in den Geschäften vor Ort kaufen mussten, so die Meldung weiter. Ein von Newsweek zitiertes militärisches Dokument aus dem Frühjahr 2026 bestätigt, dass die für Kältebedingungen spezialisierten Schuhe der Marines "signifikante Mängel" aufweisen.
Eine anschließende Inspektion machte defekte Schuhe auch an anderen Stützpunkten der US-Marineinfanteristen aus, daruntern auf Hawaii und Okinawa. Von den 4.423 inspizierten Schuhen des Herstellers Belleville, der das US-Militär seit dem Ersten Weltkrieg beliefert, wiesen 538 Produktionsmängel auf. Dies entspricht einer Defektrate von 12,17 Prozent bei einer Industrienorm von zwei bis drei Prozent.
Dies ist nicht der erste Vorfall, der Fragen zur Ausstattung und Versorgung von US-Truppen aufwirft. Im August waren Berichte über desolate Zustände auf dem US-Flugzeugträger Abraham Lincoln – bis hin zu Selbstmordversuchen einzelner Seeleute – erschienen, der an der Seeblockade gegen Iran teilnahm.
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