International

Russischer Wodka: Exporte erreichen Paraguay – daheim sinkt die Produktion

Russischer Wodka erreicht immer neue Märkte – von Zentralasien über den Kaukasus bis in die Karibik und jetzt erstmals nach Paraguay. Während die Exporterlöse 2026 kräftig steigen, geht die Produktion im eigenen Land zugleich spürbar zurück.
Russischer Wodka: Exporte erreichen Paraguay – daheim sinkt die ProduktionQuelle: Sputnik © Ilja Naimuschin

Russland hat im Jahr 2026 erstmals in der Geschichte des Handels mit südamerikanischen Ländern Wodka nach Paraguay exportiert. Wie das Föderale Zentrum zur Förderung des Agrarexports beim russischen Landwirtschaftsministerium, Agroexport, auf seinem Telegram-Kanal mitteilt, belief sich der Lieferumfang auf 7,5 Tonnen im Wert von mehr als 13.000 US‑Dollar. Weiter heißt es:

"Zudem handelt es sich um die erste Lieferung eines Produkts des Agroindustriekomplexes nach Paraguay seit 2022. Damals hat Russland Haferflocken und Sonnenblumenkerne auf den paraguayischen Markt exportiert."

Insgesamt steigerte Russland seine Wodka-Exporte in den ersten sieben Monaten 2026 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um neun Prozent – auf mehr als 34 Millionen US-Dollar. Laut Agroexport wurden von Januar bis Juli 2026 (ohne Julidaten für die EAWU-Staaten) mehr als 4,5 Millionen Liter Wodka exportiert. Die wichtigsten Abnehmerländer waren Kasachstan (mehr als 10,6 Millionen US-Dollar), Aserbaidschan (über 4,6 Millionen US-Dollar) und Georgien (mehr als 4,2 Millionen US‑Dollar). Laut Agroexport exportierte Russland im Jahr 2026 Wodka in mehr als 30 Länder weltweit.

Im Juni hatte Agroexport erklärt, dass Russland auch in die Dominikanische Republik die Lieferungen von Spirituosen wieder aufgenommen hatte. Demzufolge exportierte Russland in den ersten fünf Monaten dieses Jahres dorthin rund 20 Tonnen Spirituosen im Wert von mehr als 70.000 US‑Dollar. Zuvor hatte es solche Lieferungen zuletzt 2023 gegeben, als Russland im gesamten Kalenderjahr 35 Tonnen im Wert von 45.000 US-Dollar lieferte. Wertmäßig entfielen dabei 67 Prozent auf Gin, 19 Prozent auf Wodka, 9 Prozent auf Likör und 5 Prozent auf sonstige Spirituosen. Im gesamten Jahr 2025 hatte Russland in die Dominikanische Republik dagegen lediglich Wasser geliefert.

Unterdessen meldet die russische Alkohol- und Tabakaufsicht Rosalkoholtabakkontrol einen Rückgang der heimischen Produktion: In den ersten acht Monaten 2026 sank die Wodka-Produktion in Russland auf 39,6 Millionen Dekaliter – 12,1 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die gesamte Alkoholproduktion ging von Januar bis August um 7,2 Prozent auf 684,1 Millionen Dekaliter zurück. Auch der Alkoholkonsum erreicht in Russland den niedrigsten Stand seit 1996.

Mehr zum Thema Nüchterne Realität? Bier- und Wodkaproduktion in Russland sinkt

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.