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Südkorea will kriegsbezogene operative Kontrolle von den USA zurück

US-Präsident Donald Trump hat kürzlich die Dauer der gemeinsamen Militärübung mit Südkorea verkürzt. Vor diesem Hintergrund kündigte Südkoreas Präsident Lee Jae-myung an, das Land wolle die kriegsbezogene operative Kontrolle über die eigenen Streitkräfte bis 2030 von den USA zurückerhalten.
Südkorea will kriegsbezogene operative Kontrolle von den USA zurück© Urheberrechtlich geschützt

Südkorea will die kriegsbezogene operative Kontrolle (Wartime Operational Control) über die eigenen Streitkräfte von den USA zurückerhalten. Das erklärte der südkoreanische Präsident Lee Jae-myung und kündigte an, sich weiterhin dafür einzusetzen, wie die Nachrichtenagentur Yonhap berichtet.

Die Rückgewinnung der kriegsbezogenen operativen Kontrolle müsse Teil der Bemühungen sein, die nationale Verteidigungsfähigkeit angesichts des raschen Wandels der globalen Sicherheitslage und der Entwicklung hin zu hybrider Kriegsführung weiter zu stärken, so Lee. Die Übergabe der Kontrolle soll noch vor Ablauf seiner Amtszeit im Jahr 2030 abgeschlossen sein – so wie es die Regierung ursprünglich geplant hatte.

Lee erinnerte an diese Initiative, nachdem US-Präsident Donald Trump die Dauer der gemeinsamen südkoreanisch-amerikanischen Militärmanöver in Südkorea verkürzt hatte. Trump begründete dies mit seinen guten Beziehungen zum obersten Führer der DVRK, Kim Jong-un.

Südkorea hatte die operative Kontrolle während des Koreakriegs (1950–1953) an das von den USA geführte UN-Kommando übergeben. 1978 ging es an das damals neu gegründete gemeinsame Kommando der Streitkräfte Südkoreas und der USA über. Die Kontrolle in Friedenszeiten (Peacetime Operational Control) erhielt Seoul 1994 zurück, während die kriegsbezogene operative Kontrolle bis heute bei den USA liegt.

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