
Verdacht auf Steuertricks: Razzia bei der Deutschen Bank

Ermittler der Staatsanwaltschaft und der Steuerfahndung durchsuchen seit heute Morgen die Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main. Nach Informationen von Business Insider und WELT stehen die Maßnahmen im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit sogenannten Cum-Cum-Geschäften.

Cum-Cum beschreibt eine Methode, mit der verschiedene Wirtschaftsakteure im In- und Ausland durch das Hin- und Herschieben von Aktien deutscher Unternehmen rund um den Dividendenstichtag versucht haben, die Abgabenlast bei der Kapitalertragssteuer zu reduzieren. Anders als bei kriminellen Cum-Ex-Deals sind Cum-Cum-Geschäfte nicht per se illegal. Richter und Ermittler betrachten die Konstruktionen aber zunehmend mit immer stärkerer Skepsis.
Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, steht das Projekt "Riesling" im Mittelpunkt der Ermittlungen. Dabei geht es um Steuerdeals der Postbank aus den Jahren 2008 bis 2010. Die Postbank wurde 2009 von der Deutschen Bank übernommen.
Ermittelt wird laut der SZ gegen zehn ehemalige Manager der Postbank wegen gemeinschaftlicher Steuerhinterziehung. Durch falsche Angaben der Körperschaftssteuer sei ein Schaden in Höhe von rund 350 Millionen Euro entstanden.
Cum-Ex-Geschäfte sind in Deutschland illegal. Für Aufsehen sorgte dabei ein Fall rund um die Warburg-Bank in Hamburg, bei dem es um Steuerhinterziehung in Millionenhöhe ging. Der Fall war besonders brisant, weil der ehemalige Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) in die Untersuchungen verwickelt war. Eine Beteiligung konnte ihm jedoch nie nachgewiesen werden.
Mehr zum Thema - Cum-Ex-Skandal: Kein Strafverfahren gegen Kanzler Scholz und Bürgermeister Tschentscher
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.