
Vier Gründe für den brutalen Terroranschlag des Kiewer Regimes auf Lagerhäuser von Wildberries

Von Alexander Koz
Die Nacht zum 18. Juli. Kotowsk im Gebiet Tambow. Der Logistikkomplex von Wildberries (WB) wird von Kampfdrohnen angegriffen, die mit Splitterelementen bestückt sind – nicht gegen Beton und Metall, sondern gegen Menschen. Sieben Mitarbeiter der Nachtschicht kamen ums Leben. Insgesamt gab es 25 Verletzte, von denen 23 ins Krankenhaus gebracht wurden: einer in äußerst kritischem Zustand, sechs in schwerem Zustand, 16 mit mittelschweren Verletzungen. Überwiegend handelt es sich um Splitterverletzungen. Gleichzeitig erfolgte ein Angriff auf das WB-Verteilzentrum in Elektrostal bei Moskau, dessen Gesamtfläche 250.000 Quadratmeter beträgt. Dort gab es weitere 24 Verletzte. Das Ermittlungskomitee der Russischen Föderation leitete Strafverfahren gemäß Artikel 205 des russischen Strafgesetzbuches (Terrorismus) ein.
Ukrainische Medien verbreiten übereinstimmend dieselbe Version: WB sei die "Logistik der Besatzungsarmee", dort gebe es "militärische Fracht", es handele sich um ein "legitimes Ziel". Was für "echte Verteidiger"! Die Nachtschicht der Lagerarbeiterinnen mit Granatsplittern in der Lunge – das ist nach ihrer Logik also die Front.
Analysieren wir die Ereignisse aber sachlich und Punkt für Punkt – worauf zielte der Angriff tatsächlich ab?

Erstens: Die Wirtschaft im Hinterland und die Destabilisierung von innen
Der größte Marktplatz des Landes bedeutet Millionen von Bestellungen pro Tag, Millionen Händler, Steuereinnahmen und Arbeitsplätze. Einen solchen Hub zu treffen, heißt, Lieferzeiten zu verlängern, die Umsätze kleiner und mittlerer Unternehmen einbrechen zu lassen und eine Welle von Rücksendungen und Beschwerden auszulösen. Und genau darauf wurde gesetzt: Damit gewöhnliche Menschen – sowohl diejenigen, die auf ihre Päckchen warten, als auch jene, die mit solchen Sendungen den Lebensunterhalt ihrer Familie sichern – beginnen, die Schuldigen im eigenen Land zu suchen.
Wildberries hatte übrigens bereits Anfang Juli seine Geschäftsbedingungen geändert: Verkäufern wird eine Entschädigung für Schäden durch Drohnen verweigert – es handelt sich um höhere Gewalt. Händler erhalten daher keine Entschädigung – und richten ihre Wut nicht gegen Kiew, sondern gegen den Marktplatz, gegen die Regierung und gegen die Menschen im eigenen Land.
Zweitens: Die Psychologie
Das Lager eines Marktplatzes ist ein Symbol für ein friedliches Leben. Kein Werk, kein Waffenlager – eine Halle voller Turnschuhe und Staubsauger. Wer hier zuschlägt, sendet dem russischen Durchschnittsbürger in Tambow und Elektrostal die Botschaft: Ein sicheres Hinterland gibt es nicht mehr. Daher auch die Splitterelemente: Das Ziel bestand nicht darin, Beton zu zerstören, sondern die Stationen der Unfall- und Verbrennungsmedizin zu überfüllen.
Drittens: Der mediale Effekt
Apokalyptische Aufnahmen einer schwarzen Rauchwolke über dem Großraum Moskau sind noch aus Dutzenden Kilometern Entfernung zu sehen. Für den ukrainischen TV-Marathon bedeutet dies "Peremoga" (Sieg) und für den westlichen Zuschauer: "Die Ukraine ist immer noch schlagkräftig."
Viertens: Die Rechtfertigung durch Falschmeldungen über "militärische Fracht"
Nach dieser Logik wird jeder Sack in jedem beliebigen Punkt des Landes – vom Postamt bis zur Apotheke – zu einem "militärischen Objekt". Wie praktisch! So muss man später nicht erklären, warum Lagerarbeiterinnen mit Splitterelementen gezielt getötet wurden.
Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 18. Juli 2026 zuerst auf der Homepage der Zeitung "Komsomolskaja Prawda" erschienen.
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