
Peskow: "Koalition der Willigen" ist eine "Koalition der Kriegstreiber"

Der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, hat die "Koalition der Willigen" zur Unterstützung der Ukraine als eine Koalition der "Kriegstreiber" bezeichnet. Gegenüber Journalisten erklärte Peskow, der Kreml werde das Geschehen bei dem Treffen der Koalition in Paris sehr aufmerksam verfolgen. Der Präsidentensprecher sagte:
"Ich würde sagen, das ist eine Koalition der Kriegstreiber. Das ist die Gruppe von Ländern, die keinen Frieden will, sondern die Fortsetzung des Krieges; und die sich der schieren Illusion hingibt, unserem Land eine strategische Niederlage zufügen zu können. Das ist eine Koalition der Irrenden und eine Koalition der Kriegstreiber. Natürlich werden wir das sehr aufmerksam verfolgen."
Zuvor hatte Euronews berichtet, dass mindestens 25 Staats- und Regierungschefs, darunter der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij, gemeinsam mit den Spitzen der EU-Institutionen und der NATO zusammenkommen würden. Das Treffen findet in dem historischen Pariser Hôtel des Invalides statt, am Vorabend der Gedenkfeier zum Sturm auf die Bastille. Der französische Präsident Emmanuel Macron wünscht sich demnach, dass diese Veranstaltungen zum Symbol der Unterstützung für die Ukraine und des "europäischen strategischen Erwachens" werden.

Im Mittelpunkt des Treffens sollen die Zusammenarbeit im Bereich der Luftverteidigung sowie der Aufbau eines Raketenabwehrsystems stehen. Euronews zufolge habe man in Paris die "Bereitschaft" erklärt, im Falle eines Waffenstillstands eigene Truppen in der Ukraine zu stationieren.
Die russische Regierung fordert die westlichen Staaten auf, die militärische Zusammenarbeit mit der Ukraine zu beenden. Im Juni hatte Russlands Präsident Wladimir Putin erklärt, der Ukraine helfe "der gesamte Westen" – dieser sei jedoch nicht bereit, Schläge vom eigenen Territorium aus zu führen, da er sich der möglichen Konsequenzen einer russischen Antwort bewusst sei.
Die "Koalition der Willigen" ist ein Zusammenschluss von mehr als 30 (hauptsächlich europäischen) Staaten, die eine Beteiligung an einer möglichen Friedensmission in der Ukraine in Betracht ziehen. Eine koordinierende Rolle spielen dabei Frankreich und Großbritannien.
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