
Jahrestag des US-Papstes Leo XIV – Kann Katholik Rubio das zerrüttete Verhältnis kitten?

Am 8. Mai 2026 ist der US-amerikanische Papst Leo XIV. seit einem Jahr im Amt. Auf Initiative der US-Regierung traf sich US-Außenminister Marco Rubio am Donnerstag mit dem Papst im Vatikan. Wie Vaticannews anschließend mitteilte, fand ein Meinungsaustausch "über die Lage auf regionaler und internationaler Ebene statt. Dabei wurde besonderes Augenmerk auf Länder gelegt, die unter Krieg, politischen Spannungen und schwierigen humanitären Bedingungen leiden, sowie auf die Notwendigkeit, unermüdlich für den Frieden zu arbeiten." In der knappen Pressemitteilung des Vatikans hieß es noch, dass die USA und der Heilige Stuhl weiterhin im Rahmen "herzlicher Gespräche" solide bilaterale Beziehungen führen wollten.
Der US-Außenminister traf in Rom ein, nachdem US-Präsident Donald Trump das Oberhaupt der weltweit 1,4 Milliarden Katholiken wegen dessen Antikriegshaltung scharf kritisiert hatte. Laut einem Kommentar der Hurriyetdailynews vom Donnerstag ging es dem Katholiken Rubio bei den Gesprächen darum, die Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Vatikan abzubauen, aber gleichzeitig Trumps Agenda weiter voranzutreiben.

Vor einem Jahr, am 8. Mai 2025 hatte die Trump-Regierung die Wahl des ersten US-amerikanischen Papstes gefeiert. Mittlerweile haben sich die Beziehungen zwischen den USA und dem Vatikan drastisch verschlechtert. Der Papst hatte zum Frieden im Nahostkonflikt aufgerufen und Trumps Drohung, die iranische Zivilisation zu zerstören, als inakzeptabel verurteilt. Trump wiederum bezeichnete den Papst als "schwach im Kampf gegen Kriminalität und furchtbar in der Außenpolitik".
"Es gibt viel zu besprechen mit dem Vatikan", hatte Rubio vor seiner Abreise gegenüber Reportern im Weißen Haus mitgeteilt. Der Außenminister ist exilkubanischer Abstammung und sprach mit dem Papst auch über die Lage in der sozialistischen Inselrepublik.
Derweil hatte Trump im Vorfeld weiter Öl ins Feuer gegossen und den Papst erneut kritisiert. In einem Interview sagte der US-Präsident am Montag: "Ich glaube, er bringt viele Katholiken und viele Menschen in Gefahr." Leo halte es für "in Ordnung, dass Iran Atomwaffen besitzt."
Am Dienstag reagierte Papst Leo auf die Äußerungen von Trump. Die Mission der katholischen Kirche bestehe darin, "Frieden zu predigen" und das Evangelium zu verkünden. Er erklärte: "Wenn mich jemand dafür kritisieren will, dass ich das Evangelium verkünde, soll er das ehrlich tun."
Dazu führte das Kirchenoberhaupt aus:
"Die Kirche spricht sich seit Jahren gegen alle Atomwaffen aus, daran besteht kein Zweifel, und ich hoffe einfach, dass man mir um des Wertes von Gottes Wort willen Gehör schenkt."
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